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	<title>meertext &#187; Allgemein</title>
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	<description>Navigation im Meer der Worte</description>
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		<title>&#8220;meertext&#8221; ist jetzt Science-Blog!!!!</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2013/04/23/meertext-ist-jetzt-science-blog/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 13:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nu isses amtlich! Seit dem 22.04.2013 zieht der Blog  &#8220;meertext&#8221; zu den Science-Blogs vom National Geographic um. Die neue Adresse ist: http://scienceblogs.de/meertext/ Dort blogge ich in guter Gesellschaft weiter und freue mich wie immer über Kommentare und Anmerkungen! Dieser Blog bleibt als Archiv bestehen. CU, Bettina]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nu isses amtlich!</p>
<p>Seit dem 22.04.2013 zieht der Blog  &#8220;meertext&#8221; zu den Science-Blogs vom National Geographic um.<br />
Die neue Adresse ist:<br />
<strong>http://scienceblogs.de/meertext/</strong></p>
<p>Dort blogge ich in guter Gesellschaft weiter und freue mich wie immer über Kommentare und Anmerkungen!</p>
<p>Dieser Blog bleibt als Archiv bestehen.</p>
<p>CU,</p>
<p>Bettina</p>
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		<title>Requiem für &#8220;Nr. 5&#8243;</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2013/03/07/requiem-fur-nr-5/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 17:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Zoologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Im August letzten Jahres hatte ich über den Mäuserich &#8220;Nr. 5&#8243; im Nachbarbüro berichtet. &#8220;Nr. 5&#8243; war der Überlebende aus einem medizinischen Experiment (er müßte dafür übrigens nicht sehr viel tun) und bekam nun das Gnadenpellet. Und ab und an Sonnenblumenkerne, Rosinen oder einen Apfelschnitz. Er hatte sich dann in seinem 2. Lebensabschnitt einen Namen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im August letzten Jahres hatte ich über den Mäuserich &#8220;Nr. 5&#8243; im Nachbarbüro berichtet.</p>
<p>&#8220;Nr. 5&#8243; war der Überlebende aus einem medizinischen Experiment (er müßte dafür übrigens nicht sehr viel tun) und bekam nun das Gnadenpellet. Und ab und an Sonnenblumenkerne, Rosinen oder einen Apfelschnitz.<br />
Er hatte sich dann in seinem 2. Lebensabschnitt einen Namen in der Weltraumforschung gemacht.  Wie ich in <a title="Sonnenstrahl und Mäuseschiss" href="http://blog.meertext.eu/2012/08/31/sonnenstrahl-und-mauseschiss/" target="_blank">&#8220;Sonnenstrahl und Mäuseschiss&#8221;</a> geschrieben hatte, wurde nach ihm die neue Einheit MS (=Mäuseschiss) benannt. Auch dafür musste ereigentlich nicht viel tun. Nur eben ein bißchen kötteln.</p>
<p>Völlig überraschend ist der wackere Mäuserich zu Beginn der letzten Woche verstorben und wurde im engsten Angehörigenkreis unter einer Parkhecke beigesetzt.<br />
Herr Dr. Wicht nahm zu letzten Gruß sogar den Zylinder ab und schrieb dem verstorbenen vierbeinigen Kollegen noch einen <a title="Anatomisches Allerlei: Nachruf" href="http://www.scilogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei" target="_blank">Nachruf</a>.<br />
Möge die Maus in Frieden ruhen.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>SCHOKooo-LA-DE – lecker und gesund?</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2012/04/02/schokooo-la-de-%e2%80%93-lecker-und-gesund/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 19:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Meeresforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Ozean]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon der opulente Name zergeht zart schmelzend auf der Zunge und spätestens bei der dritten Silbe setzt ein erwartungsvoller Speichelfluss ein: SCHOKooo-LA-DE In der vergangenen Woche geisterte die Schokolade mal wieder als heilbringendes Gesundheitsfood durch die Medien – US-amerikanische Wissenschaftler haben der leckeren Kalorienbombe mit bahnbrechenden Forschungsergebnissen zu ihrer gesundheitsfördernden Wirkung  ein Mäntelchen der Unschuld [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schon der opulente Name zergeht zart schmelzend auf der Zunge und spätestens bei der dritten Silbe setzt ein erwartungsvoller Speichelfluss ein: SCHOKooo-LA-DE<br />
In der vergangenen Woche geisterte die Schokolade mal wieder als heilbringendes Gesundheitsfood durch die Medien – US-amerikanische Wissenschaftler haben der leckeren Kalorienbombe mit bahnbrechenden Forschungsergebnissen zu ihrer gesundheitsfördernden Wirkung  ein Mäntelchen der Unschuld umgehängt.<span id="more-260"></span><br />
Was steckt dahinter?</p>
<p><strong>Xocolatl – der lange Weg zum Erfolg</strong><br />
Xocolatl – das leckerste Erbe des Aztekenreichs war in Europa einmal eine wenig geliebte exotische Kolonialware. Das bittere Getränk wurde nur von einem sehr kleinen Personenkreis von extrem Reichen und Exzentrikern konsumiert, so  wurde um 1544am spanischen Hof Schokolade getrunken. Allerdings noch ungesüßt.<br />
Bis ins 18. Jahrhundert wurde Schokolade in Apotheken verkauft – als Stärkungsmittel und Aphrodisiakum.<br />
Der holländische Kakaoimporteur van Houtens erfand ein Verfahren, durch Pressung die Kakaobutter vom Kakao zu trennen, der Kakao wurde dann anschließend zu Kakaopulver zermahlen. Die Zugabe von Zucker machte das aromatische Getränk dann für größere Personenkreise zunehmend attraktiver. Mehrere Erfindungen Schweizer Chocolatiers führten zu der süßen und zart schmelzenden Milchschokolade – unserer heutigen Volks-Süßigkeit.<br />
Ein wichtiger Meilenstein dabei war die <a title="Schokoladenpioniere: Firma Lindt" href="http://www.swissworld.org/de/bevoelkerung/schokoladenpioniere/rodolphe_lindt/" target="_blank">Conchiermaschine der Firma Lindt von 1879</a> mit ihrem speziellen Rührwerk: Aus der bröseligen bitteren Ursprungs-Schokolade werden durch „Conchieren“ (Extrem-Umrühren) Wasser und Aromastoffe abgespalten. Erst dadurch kommt es zu der cremigen Konsistenz und dem zarten, nicht bitteren Geschmack der Milchschokolade.</p>
<p>Kakaopulver ist die ungesüßte Grundsubstanz. Schokolade ist das weiterverarbeitete, verzehrfähige Produkt zum Essen oder Trinken mit veränderlichen Anteilen an Zucker, Milch und anderen Zutaten.<br />
Schokolade ist die unübertroffene Kreuzung aus südamerikanischem Kakao und Schweizer Almkuh. Eine Süßigkeit der besonderen Art</p>
<p><strong>“Wissenschaftler feiern den gesundheitlichen Nutzen von Kakao und Schokolade.”</strong><br />
Amerikanische Forscher haben (mal wieder) herausgefunden: Schokolade ist gesund!<br />
Stimmt das?<br />
Dazu muss man sich die chemische Zusammensetzung von Schokolade genauer ansehen: Ein wesentlicher Bestandteil von Schokolade ist Kakao: Kakaopulver und Kakaobutter.<br />
Kakao enthält Theobromin, ein Alkaloid, das wie Koffein anregend wirkt. Es kommt im Kakao, Tee, Kolanüssen und verschiedenen anderen anregenden Genussmittel vor.</p>
<p>Theobromin ist ohne Zweifel eine Substanz, die im menschlichen Metabolismus verschiedene Wirkungen hervorruft: Theobromin wirkt u. a. gefäßerweiternd, Herz stimulierend und beruhigt die glatte Muskulatur. Außerdem ist es harntreibend. Mehr über die medizinischen Eigenschaften von Theobromin finden Sie in der <a title="Schaarschmidt: Dissertation über Theobromin" href="http://edoc.ub.uni-uenchen.de/8906/1/Schaarschmidt_Cordula.pdf" target="_blank">Dissertation „Theobromin – Zur Geschichte und Gegenwart eines Wirkstoffs“ von Cordula Schaarschmidt</a>.<br />
Theobromin wirkt außerdem toxisch. Menschen und Mäuse haben allerdings ein Enzym, mit dem die toxischen Anteile schnell abgebaut werden können, darum können wir problemlos Kakao konsumieren. Katzen und Hunde haben dieses Enzym allerdings nicht und sollten daher keinesfalls Schokolade essen. Glücklicherweise scheitern sie meistens schon an der Verpackung…</p>
<p><a title="gepa: Weiße Schokolade" href="http://gepa-jetzt-faire-milch.de/fileadmin/redaktion/dokumente/Milchschokoladen/GEPA_Schokobroschuere.pdf" target="_blank">Weiße Schokolade enthält übrigens nur Kakaobutter</a> mit einem extrem geringen Theobromin-Anteil und verursacht daher auch keine der aufgeführten Wirkungen.</p>
<p>Die Aussage, Schokolade würde den Blutdruck senken, mag durchaus richtig sein. Aber nur, wenn sie Kakao enthält und in Maßen gegessen wird. Sonst erhöht sie das Gewicht. Und eine Gewichtszunahme birgt die Gefahr eines erhöhten Blutdrucks…<br />
Die Aussage, dunkle Schokolade sei gesund für Zigarettenraucher, weil die Polyphenole dem Verklumpen von Blutplättchen unterbinden, ist geradezu abenteuerlich.<br />
Und dann gibt es noch die „neuen Forschungsergebnisse“ der kalifornischen Ärzte, die 1018 Schokoladenesser zwischen 20 und 85 Jahren interviewt und gewogen haben. Die ausgesuchten Personen hatten keine bekannten Vorerkrankungen wie kardiovaskuläre Probleme oder Diabetes. Das überraschende Ergebnis für die Forscher: Die regelmäßigen Schokoladen-Esser unter den Probanden haben einen niedrigeren Body-Mass-Index<br />
<a title="Golomb, Koperski et al: Association Between More Frequent Chocolate Consumption and Lower Body Mass Index [...]" href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/full/172/6/519" target="_blank">(Beatrice A. Golomb, Sabrina Koperski, et al: “Association Between More Frequent Chocolate Consumption and Lower Body Mass Index” (Arch Intern Med. 2012;172(6):519-521)</a>.</p>
<p>In den meisten Presse-Beiträgen über diese Studie und auch in der Publikation selbst wird an mehreren Stellen Kakao mit Schokolade gleich gesetzt.<br />
Aber nicht die Schokolade enthält die gesundheitlich aktiven Substanzen, sondern der Kakao. Die Annahme, dass weiße, dunkle oder Milchschokolade wie eine einzige Substanz betrachtet werden kann, ist falsch. Damit sind die Untersuchungsmethoden bereits fragwürdig, das Ergebnis kann nicht richtig sein. Auch die Vorauswahl der Personengruppe ohne kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes beeinflusst das Ergebnis schon in Richtung eines eher niedrigen Body-Mass-Index.<br />
Immerhin kommen die Autoren der Studie selbst darauf, dass die Aussage, regelmäßiges Essen von Schokolade hänge mit einem niedrigen Body-Mass-Index zusammen, wohl doch etwas unzureichend sei. In der Schlussfolgerung geben sie zu: „In conclusion, our findings—that more frequent chocolate intake is linked to lower BMI—are intriguing. […].”<br />
Gute wissenschaftliche Arbeit sieht anders aus.<br />
Dass das gelegentliche Essen von Schokolade in kleinen Mengen bestimmt nicht schädlich ist, ist eine Binsenweisheit. Natürlich kommt es letztendlich darauf an, sich insgesamt gesund zu ernähren und ausreichend zu bewegen.</p>
<p><strong>Schokolade und Meer</strong><br />
Und was hat ein Beitrag über Schokolade nun auf dem Blog „meertext“ zu suchen?<br />
Handlich verpackte Kalorien mit Aufputsch- und Glücklich-Wirkung haben Schokolade längst zu einer wertvollen Expeditions-„Nahrung“ werden lassen.<br />
Ihre aufputschende Wirkung wird seit fast 100 Jahren von Piloten und Soldaten genutzt: Die berühmte Schokolade mit Kaffee- und Kolanuss-Zusätzen in der runden roten Dose (keine Markenwerbung auf meinem Blog!) wurde z. B. im 2. Weltkrieg an Wehrmachtssoldaten ausgegeben. Angeblich gab es später in der Nationalen Volksarmee ein äquivalentes Produkt, allerdings in Pergamentpapier verpackt.</p>
<p>Auch für mich ist Schokolade auf vielen Reisen ans und auf dem Meer eine kalorien- und Trost spendende Begleiterin gewesen. Gerade in Arktis und Antarktis ist sie ein echtes Lebensmittel: Kalte Außentemperaturen und körperliche Arbeit entziehen dem Metabolismus so schnell und so viel Energie, dass der Blutzuckerspiegel nach unten sackt wie die berüchtigten katabatischen Winde in der Antarktis. Und wenn mein Blutzuckerspiegel zu niedrig ist, werde ich unleidlich. Und kann nicht mehr gut denken.<br />
Schokolade hat dann den großen Vorteil, dass sie erstens schnell verfügbar ist und zweitens auch in extrem kaltem Zustand noch verzehrfähig bleibt. Wer bei Minusgraden draußen schon einmal herzhaft in einen Apfel oder ein belegtes Brot gebissen hat und erst beim Reinbeißen merkte, dass Obst oder Brot gefroren waren, wird diese Erfahrung nicht so schnell vergessen.</p>
<p>Als Ozeanophile bevorzuge ich natürlich Schokolade mit einem Hauch der kostbaren „Blüte des Meersalzes“ &#8211; Fleur du sel.<br />
Im extremen Schokonotfall tut es aber auch jede andere Sorte mit Kakao.<br />
Weiße Schokolade hingegen, die statt der göttlichen, Sucht stillenden Kakaonote einfach nur Süße und Fett zu bieten hat, empfinde ich als eine unbittere Enttäuschung.<strong><br />
</strong>Her mit der Chocolat au fleur du sel!</p>
<p><em>Bettina Wurche</em><strong><em></p>
<p></em></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Rezension: &#8220;Zwei bemerkenswerte Frauen&#8221; von Tracy Chevalier</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2011/01/25/rezension-zwei-bemerkenswerte-frauen-von-tracy-chevalier/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 15:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Paläontologie]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Historischer Roman Im Zeichen des Ammoniten Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebt in dem südenglischen Küstenort Lyme Regis die später als erfolgreiche Fossiliensammlerin berühmte Mary Anning. Sie ist das Kind einer armen Familie, überlebt einen Blitzschlag in frühester Kindheit und lernt das Sammeln von Kuriositäten, wie die Ammoniten und andere Fossilien genannt werden, von ihrem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="file:///C:/DOCUME%7E1/Rainer/LOCALS%7E1/Temp/moz-screenshot-1.png" alt="" /><img src="file:///C:/DOCUME%7E1/Rainer/LOCALS%7E1/Temp/moz-screenshot-2.png" alt="" />Historischer Roman</p>
<h4><strong>Im Zeichen des Ammoniten</strong></h4>
<p>Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebt in dem südenglischen Küstenort Lyme Regis die später als erfolgreiche Fossiliensammlerin berühmte Mary Anning. Sie ist das Kind einer armen Familie, überlebt einen Blitzschlag in frühester Kindheit und lernt das Sammeln von Kuriositäten, wie die <strong>Ammoniten</strong> und andere Fossilien genannt werden, von ihrem Vater.<br />
Elizabeth Philpot, eine gebildete junge Frau aus gehobenen Kreisen, wird nach der Heirat ihres Bruders gemeinsam mit den ebenfalls unverheirateten beiden Schwestern aus London nach Lyme Regis abgeschoben. Die intellektuell ausgehungerte Elizabeth sucht in dem Küstenort nach einer sinnvollen Beschäftigung und &#8220;entdeckt&#8221; dabei die Fossilien an den Stränden und Steilküsten für sich.</p>
<p>Das ungebildete Kind mit dem sicheren Blick für Fossilien und die gebildete junge Frau gehen, zur Empörung ihrer Familien und der Dorfbewohner, ihrer Passion bald gemeinsam nach. Dass Frauen einer so schmutzigen Tätigkeit in unwegsamen Gelände, noch dazu ohne männliche Beistand, nachgehen, gehört sich nicht.<br />
Zwischen den beiden Außenseiterinnen des Ortes entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft über die herrschenden Standesgrenzen hinweg.<br />
Mary trägt mit dem Sammeln und Verkaufen der &#8220;Kuriosiäten&#8221;  zum Unterhalt der Familie bei, Elizabeth entwickelt ein akademisches Interesse am Sammeln, Beschriften und Bestimmen der Fossilien. Ihr Interesse geht weit über Neugierde an Kuriositäten hinaus, sie weiß schnell, dass die seltsamen Steine Versteinerungen heute nicht mehr lebender Tiere sind und trägt systematisch Informationen darüber zusammen. Sie wird die Expertin für die versteinerten Fische dieser Gesteine.<br />
Immer wieder kommen gelehrte Herren an die Küste und lassen sich von Mary Fossilien suchen, dadurch beginnt der Austausch mit den Repräsentanten der noch jungen Wissenschaften der Geologie und Paläontologie. Mit dem Sammeln, Präparieren und Verkaufen trägt sie nach dem Tod ihres Vaters zum Familieneinkommen bei.<span id="more-132"></span></p>
<h4><strong>Vom &#8220;Schlangenstein&#8221; zum &#8220;Krok&#8221;</strong></h4>
<p>Marys Fund eines &#8220;Krok&#8221; ist der Höhepunkt des Romans: ein großes versteinertes Tier, das sie aufgrund der Größe und der spitzen Zähne als Krokodil identifiziert. Das Mädchen hat, ohne es zu wissen, den ersten Ichthyosaurier, eine Fischechse, entdeckt. Auf einmal steht sie im Mittelpunkt des Interesses: Viele Männer, reiche Gutsherren der Region und renommierte Wissenschaftler aus England und sogar vom Kontinent, wollen die neu entdeckte Echse sehen, kaufen oder untersuchen. Elizabeth versucht das Mädchen vor Übervorteilung zu schützen und macht sich gleichzeitig daran, das rätselhafte Tier zu identifizieren. Denn für sie steht fest: Das Fossil kann kein Krokodil sein. Sie vertieft sich in die wenige wissenschaftliche Literatur der Zeit, diskutiert und korrespondiert mit dem Geologen Buckland und anderen Wissenschaftlern und schützt Mary schließlich vor der Verleumdung durch den berühmten Anatomen Baron Cuvier, der die Echse zunächst als Fälschung bezeichnet. Mit großem Einsatz kann sie die Demontage von Marys Ruf und Verdienst verhindern, statt dessen wird der Fund auf einer Sitzung der Royal Academy anerkannt als eine bislang unbekannte fossile Echse und wissenschaftliche Sensation. Mißverständnisse und ein Mann, für den sich beide Frauen interessieren, führen zum Bruch zwischen den beiden Fossilienfreundinnen.<br />
Erst Jahre später nähern sich die beiden Frauen wieder an und sammeln gemeinsam Fossilien, bis Mary mit nur 47 Jahren stirbt. Elizabeth beschäftigt sich bis zu ihrem Tod, Jahrzehnte später, mit Fossilien und trägt eine berühmte Sammlung zusammen.<br />
Ihre tiefe Freundschaft und Leidenschaft für Fossilien war stärker als alle Verletzungen.</p>
<h4><strong>Würdiges literarisches Denkmal für die Fossilien-Pionierinnen</strong></h4>
<p>Im Wechsel erzählen die eloquente und intelligent reflektierende Elizabeth und die deutlich einfacher sprechende Mary von ihrer Suche nach Fossilien, ihren Begegnungen mit anderen Menschen und ihren Gedanken.</p>
<p>Vor der beschaulichen Kulisse der südenglischen Küste werden auf mehreren Ebenen Konflikte ausgetragen:<br />
Persönliche Konflikte wie Neid und Mißgunst von Fossiliensammlern und Dorfbewohnern gegenüber den erfolgreich Fossilien sammelnden Frauen. Aufkeimende Liebe, Eifersucht und Rivalität, die die besondere Freundschaft der beiden Frauen überschattet.<br />
Die Erkenntnisse der gerade entstehenden Wissenschaften Geologie, Paläontologie und der Evolutionslehre stehen im Konflikt mit der Meinung der Kirche, die das Aussterben von Lebensformen nicht zu akzeptieren bereit ist.<br />
Der erdrückende Chauvinismus  der Männer, vor allem der Wissenschaftler, die ohne Mary gar keine Fossilien gefunden hätten, Elizabeths Aufbegehren dagegen und ihre  Frustration ziehen sich durch die gesamte Erzählung.</p>
<p>Die Frühzeit des Fossiliensammelns, der Paläontologie und Geologie, der vergleichenden Anatomie und Evolutionslehre mit all ihren Fallstricken wird mit lebendigen Charakteren dargestellt. Die Nebenfiguren Buckland, Darwin und Cuvier sind heute in jedem Geologie- und Paläontologielehrbuch zu finden.<br />
Die Hauptfiguren Mary Anning und Elizabeth Philpot haben auch wirklich gelebt. Aber ihre Namen sind heute nur wenigen Menschen bekannt, da ihre außerordentlichen Leistungen für die Wissenschaft als Frauen und in ihrer Zeit nie anerkannt wurden.</p>
<p>Tracy Chevalier hat diesen beiden Frauen, den Fossil-Pionierinnen der ersten Stunde, ein würdiges Denkmal gesetzt.</p>
<p>Ein sehr lesenswerter Roman für LiebhaberInnen des historischen Genres.</p>
<p><strong>Ein extrem empfehlenswertes Buch für alle FossilienliebhaberInnen: schließlich geht es ebenfalls um FossilienliebhaberInnen. </strong></p>
<p>Das Cover zeigt einen pyritisierten Ammoniten, der mich auf das Buch aufmerksam machte.</p>
<p>Einziges Manko:<br />
Die grottige Übersetzung des Titels in der deutschen Ausgabe: Aus &#8220;Remarkable Creatures&#8221; wurde &#8220;Zwei bemerkenswerte Frauen&#8221;.<br />
Damit ist das Wortspiel des Titels, dass sowohl die Frauen als auch die Fossilien bemerkenswert seien, im Deutschen leider nicht erhalten geblieben.</p>
<p>Bettina Wurche</p>
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