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	<title>meertext &#187; Systematik</title>
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	<description>Navigation im Meer der Worte</description>
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		<title>Neue Delphin-Art vor Australien entdeckt!</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 12:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meeresforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Ozean]]></category>
		<category><![CDATA[Wale]]></category>
		<category><![CDATA[Delphine]]></category>
		<category><![CDATA[Systematik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Beitrag „A New Dolphin Species, the Burrunan Dolphin Tursiops australis sp. nov., Endemic to Southern Australian Coastal Waters“ ist gerade im Wissenschaftsmagazin PLOS erschienen: Er beschreibt die Entdeckung einer neuen Delphin-Art in australischen Gewässern vor Victoria. Eine neue Delphin-Art vor Australien? Wie ist das möglich? Nun, diese Delphine sind dort schon immer herumgeschwommen. Sie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag „<a title="A New Dolphin Species, the Burrunan Dolphin Tursiops australis sp. nov., Endemic to Southern Australain Waters" href="http://www.plosone.org/article/info:doi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0024047" target="_blank">A New Dolphin Species, the Burrunan Dolphin <em>Tursiops australis</em> sp. nov., Endemic to Southern Australian Coastal Waters</a>“ ist gerade im Wissenschaftsmagazin PLOS erschienen: Er beschreibt die Entdeckung einer neuen Delphin-Art in australischen Gewässern vor Victoria.</p>
<p>Eine neue Delphin-Art vor Australien?<br />
Wie ist das möglich?<br />
Nun, diese Delphine sind dort schon immer herumgeschwommen. Sie sind schon den australischen Ureinwohnern bekannt gewesen, die sie Burrunan Dolphin genannt haben<br />
Wissenschaftler hatten schon seit längerem vermutet, dass diese etwas kleinere <em>Tursiops</em>-Art nicht zu dem sonst verbreiteten <em>Tursiops truncatus</em>, unserem wohlbekannten Flipper, gehört. Die Delphine vor der Küste sehen eben etwas anders aus, z. B. sind sie kleiner als ihre Verwandten im offenen Meer.</p>
<p><strong>Genanalyse zeigt: <em>T. australis </em>ist eine eigene Art!<br />
</strong><em>T. australis</em> sp. nov. ist jetzt durch eine genetische Analyse als eigenständige Art nachgewiesen worden.<br />
Das ist die typische Form der Entdeckung neuer Tierarten in unserer Zeit: Durch sorgfältige Analysen längst bekannter Tierarten stellt sich plötzlich heraus, dass die untersuchten Individuen nicht nur um zu einer Art gehören, sondern zu unterschiedlichen Arten.<span id="more-213"></span><br />
Eine neue Art muss dann noch zusätzlich von anderen Wissenschaftlern bestätigt werden. Das ist bei <em>T. australis</em> nun geschehen.</p>
<p><em>T. australis</em> ist jetzt eine offiziell bestätigte endemische Unterart des weit verbreiteten <em>Tursiops truncatus</em>.<br />
Beide sind eng verwandt und gehören natürlich zur gleichen Gattung. Aber irgendwann hat sich offenbar ein Teil der Tiere von den anderen getrennt und mit ihnen auch nicht mehr gepaart. So ist es dann schließlich zu einer Artaufspaltung gekommen.<br />
Der Burrunan Dolphin lebt in etwa 150 Exemplaren an nur zwei Orten der Welt: in Port Phillip und den Gippsland Lakes.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p><em> </em><br />
Lesen Sie mehr dazu in</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Charlton-Robb, K.; Gershwin, L.; Thompson, R.; Austin, J.; Owen, K.; McKechnie, Stephen (2011). Fleischer, Robert C.. ed. <a href="http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0024047">&#8220;</a><a title="A new dolphin species, the Burrunan Dolphin Tursiops australis  sp. nov., endemic to Southern Australian Coastal Waters" href="http://www.plosone.org/article/info:doi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0024047" target="_blank">A New Dolphin Species, the Burrunan Dolphin Tursiops australis sp. nov., Endemic to Southern Australian Coastal Waters&#8221;. PLoS ONE (Public Library of Science)</a> 6 (9): e24047. <a title="Digital object identifier" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_object_identifier">doi</a>:<a href="http://dx.doi.org/10.1371%2Fjournal.pone.0024047">10.1371/journal.pone.0024047</a>. Retrieved 15 September 2011.</p>
<p><a title="wikipedia: Burrunan dolphin" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Burrunan_dolphin" target="_blank"><strong> “Burrunan dolphin”</strong></a>;  wikipedia</p>
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		<title>Who is who der Zwergwale</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 16:23:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ozean]]></category>
		<category><![CDATA[Wale]]></category>
		<category><![CDATA[Zwergwale]]></category>
		<category><![CDATA[Balaenoptera]]></category>
		<category><![CDATA[Systematik]]></category>

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		<description><![CDATA[Für die Anfertigung einiger wissenschaftlich korrekter Abbildungen der vor Nordnorwegen vorkommenden Wale nahm ich die Zwergwale gerade noch einmal etwas genauer unter die Lupe. Und stieß auf die Frage, wie viele Zwergwalarten es gibt. Der Zwergwal ist der kleinste Furchenwal, mit seiner Länge von bis zu 8,5 m ist er neben seinem größten Mit-Furchenwal, dem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Anfertigung einiger wissenschaftlich korrekter Abbildungen der vor Nordnorwegen vorkommenden Wale nahm ich die Zwergwale gerade noch einmal etwas genauer unter die Lupe. Und stieß auf die Frage, wie viele Zwergwalarten es gibt.</p>
<p>Der Zwergwal ist der kleinste Furchenwal, mit seiner Länge von bis zu 8,5 m ist er neben seinem größten Mit-Furchenwal, dem Blauwal <em>Balaenoptera musculus</em>, ein Zwerg.<br />
Schon vor mehr als 10 Jahren, als ich monatelang in Arktis und Antarktis auf See war und den Walen Gesellschaft leistete, wurde bereits viel darüber diskutiert: Ist der angeblich weltweit vorkommende Art Zwergwal wirklich eine einzige Spezies? Zu diesem Zeitpunkt hießen alle Zwergwale in allen Ozeanen weltweit <em>Balaenoptera acutorostrata</em>.<br />
Schon beim äußeren Anblick kamen uns damals ernste Zweifel: Die Zwergwale der Nordhalbkugel hatten einen deutlichen breiten weißen Streifen auf dem Flipper, der auch im Wasser markant aufleuchtete, die Wale der Südhalbkugel hatten diesen Streifen nicht. Derartig signifikant unterschiedliche Merkmale deuteten auf zwei Arten oder Unterarten hin.</p>
<p>Bei genetischen Analysen kam bereits 1993 durch den renommierten isländischen Wal-Genom-Forscher Arnason et al und 1994 durch Pastene et al heraus , dass die Zwergwale der Nord- und Südhalbkugel nicht enger miteinander verwandt waren, als mit den anderen Furchenwalen. Genetisch waren also zwei verschiedene Arten nachgewiesen.<br />
Seit 2000/2001 ist es nunmehr amtlich: Die IWC (Internationale Walfang-Kommission) hat festgelegt, dass die Zwergwale der Nordhalbkugel <em>Balaenoptera acutorostrata</em> (<strong>Nördliche Zwergwale</strong>) heißen und die der Südhalbkugel<a title="IWC Balaenoptera bonaerensis" href="http://www.iucnredlist.org/apps/redlist/details/2480/0" target="_blank"> <em>B. bonaerensis</em> (<strong>Südliche Zwergwale</strong>)</a>.</p>
<p>Der <a title="NOAA: Balaenoptera acutorostrata subspecies" href="http://www.nmfs.noaa.gov/pr/species/mammals/cetaceans/minkewhale.htm" target="_blank">Nördliche Zwergwal bildet dann noch einmal  drei Unterarte</a>n: Den <strong>Nordatlantischen Zwergwal (<em>B. acutorostrata acutorostrata</em></strong>), den <strong>Nordpazifischen Zwergwal (<em>B. acutorostrata scammoni</em>)</strong> und eine weitere Unterart in den Gewässern in Sri Lanka,  <strong><em>Balaenoptera acutorostrata thalmaha</em>. </strong>Die  Existenz der letzten Unterart ist noch umstritten. Außerdem gibt es wahrscheinlich noch die Art <strong>„Zwerg-Zwergwal“ (<em>Balaenoptera acutorostrata</em> subspecies/ allospecies)</strong>, die noch nicht bestätigt ist.<span id="more-208"></span></p>
<p>Die Entscheidung, die Zwergwale der Südhalbkugel als eigene Art zu betrachten, war nach den vorangegangenen Diskussionen nicht wirklich überraschend. Überraschender war für mich vielmehr die Namenswahl:<br />
Der neue Südliche Zwergwal heißt mit vollständiger Bezeichnung <a title="Balaenoptera bonaerensis Burmeister 1867" href="http://www.marinespecies.org/aphia.php?p=taxdetails&amp;id=231405" target="_blank"><em>Balaenoptera bonaerensis</em> Burmeister, 1867.</a><br />
Das heißt: Der in Stralsund geborene deutsche Naturforscher Hermann Burmeister, hatte den südlichen Zwergwal schon 1867 beschrieben und benannt. Burmeister war nach Südamerika ausgewandert und hat dort umfassende meeresbiologische Forschungen durchgeführt und Museumssammlungen begründet (Quelle: Meer und Museum, Band 9).</p>
<p>Dieser kleine Exkurs in das „Who is who“ unter Zwergwalen zeigt: Die Wal-Taxonomie ist absolut nicht abschließend geklärt, stattdessen warten auch heute noch zahlreiche taxonomische Überraschungen auf die Walforscher wie Neuentdeckungen, Umbenennungen und Neusortierungen.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
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