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	<title>meertext &#187; Sonar</title>
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	<description>Navigation im Meer der Worte</description>
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		<title>Tote Delphine zwischen Behörden und Umweltschutz</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 19:44:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Gezerre um die toten Delphine und die Art der Vorgehensweise können nicht unkommentiert bleiben. Darum hier noch einmal meine persönliche Meinung dazu: Die Methoden der Probennahme, Bearbeitung und Analyse folgten keinem vertrauenswürdigen Protokoll. Dadurch hatten auch später hinzugezogene Experten keine Möglichkeit mehr, zu tragfähigen Resultaten zu kommen. Die Datensammlung war und ist aufgrund der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Gezerre um die toten Delphine und die Art der Vorgehensweise können nicht unkommentiert bleiben.<br />
Darum hier noch einmal meine persönliche Meinung dazu:</p>
<p>Die Methoden der Probennahme, Bearbeitung und Analyse folgten keinem vertrauenswürdigen Protokoll. Dadurch hatten auch später hinzugezogene Experten keine Möglichkeit mehr, zu tragfähigen Resultaten zu kommen. Die Datensammlung war und ist aufgrund der Unvorbereitetheit und Unkenntnis über die korrekten Verfahrensweisen und Protokolle unbrauchbar. <span id="more-276"></span><br />
Dabei gibt es in anderen Ländern ein detailliertes Prozedere, wie in solchen Fällen vorgegangen werden muss, um verwertbare Daten zu erhalten. Dieses Offenlegen der Methodik ist ein Kernelement wissenschaftlicher Vorgehensweise. Die Methoden werden auf internationalen Konferenzen vorgestellt und viele Arbeitsgruppen sind bereit, andere Kollegen darin zu unterweisen. Der Schutz der Wale braucht weit reichende und internationale Kooperationen und Unterstützungen.<br />
Zusätzlich verursacht die Vorgehensweise sowohl der beteiligten offiziellen Stellen als auch der Umweltschutzgruppen bei mir einen üblen Nachgeschmack von Voreingenommenheit und umfassender Unprofessionalität.</p>
<p>Es ist gut, dass es Menschen gibt, die sich im Walschutz engagieren. Ein effektiver Walschutz bedeutet aber, dass sie bei Anschuldigungen auch tragfähige Beweise vorlegen können. Sonst sind sie nicht glaubwürdig. Und keine große Hilfe für den Schutz der Wale.</p>
<p>Die Einstellung des peruanischen Umweltministeriums, Delphin-Massensterben kämen eben vor und seien dadurch nicht weiter Besorgnis erregend, zeugt von ungeheurer Ignoranz, wenn nicht Dummheit. Jeder Waltod hat seine eigene Geschichte, die nur von Fachleuten rekonstruiert werden kann. Meerestiere sind ein Frühwarnsystem für ökologische Umbrüche und Probleme. Ein Land wie Peru, das so abhängig von der Fischerei ist, müsste solche Vorkommnisse überaus ernst nehmen.</p>
<p>Es bleibt nur zu hoffen, dass irgendjemand in Peru und anderen Staaten daraus etwas gelernt hat und nun auch tätig wird, um bei einem weiteren Massensterben die Unglücksursache ermitteln zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
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		<title>Die toten Delphine von Peru – Todesursache ungeklärt</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 19:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Massensterben der Meerestiere hat mich verfolgt. Fast 1000 Delphine tot durch akustisches Trauma? Mein Thema! Ich sammelte die wenigen Informationsbrocken, die ich fand. Unbefriedigend. Im April stieß ich auf der marmam-mailing-Liste auf eine mail einer englischen Kollegin, die um alle vorhandenen Informationen bat. Ich schickte ihr meine Bruchstücke zu, sie sammelte weiter und gab [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Massensterben der Meerestiere hat mich verfolgt.<br />
Fast 1000 Delphine tot durch akustisches Trauma?<br />
Mein Thema!<br />
Ich sammelte die wenigen Informationsbrocken, die ich fand. Unbefriedigend.</p>
<p>Im April stieß ich auf der <a title="marman mailing Liste" href="https://lists.uvic.ca/mailman/listinfo/marmam" target="_blank">marmam</a>-mailing-Liste auf eine mail einer englischen Kollegin, die um alle vorhandenen Informationen bat. Ich schickte ihr meine Bruchstücke zu, sie sammelte weiter und gab mir kurze Zeit später einen Abschlußbericht.</p>
<p>Der Tod der 877 Delphine und fast 3000 Pelikane ist eine üble Angelegenheit.<br />
Die Untersuchung der Ursachen ist ein Lehrstück von Schlamperei und Unprofessionalität, das mich fassungslos macht.<br />
Und wütend.<br />
Diese Informationen müssen in die Öffentlichkeit.<br />
Darum habe ich diesen – sehr langen – Blogeintrag geschrieben.<br />
Und hinterher noch einen Kommentar:<br />
Doch lesen Sie selbst&#8230;</p>
<p><strong>Was ist vor der Küste Perus passiert?</strong></p>
<p>Zwischen Anfang Februar und den ersten 2 Aprilwochen 2012 wurden 877 tote Delphine über einen 100 Meilen langen Abschnitt zwischen Piura und Lambayeque, 500 Meilen nördlich von Lima,  an der Küste Perus angeschwemmt. Die toten Delphine waren zu 97% Langschnäuzige Gemeine Delphine (<em>Delphinus capensis</em>), eine von 6 regionalen Delphin-Arten. <span id="more-274"></span></p>
<p>Wenig später waren, etwas weiter nördlich, auch noch 4000 tote Pelikane angespült worden.<br />
Der TheGuardian-Artikel „<a title="The Guardian: Peru´s mysterious dolphin and pelican deaths - in pictures" href="http://www.guardian.co.uk/environment/gallery/2012/may/09/peru-marine-wildlife-oceans-environment?newsfeed=true#/?picture=389614999&amp;index=16" target="_blank">Peru&#8217;s mysterious dolphin and pelican deaths &#8211; in pictures</a>“ zeigt die erschreckenden Bilder des tausendfachen Tiertods.</p>
<p>Nach Angaben örtlicher <a title="BBC Margarita Rodriguez" href="http://www.bbc.co.uk/news/world-latin-america-16986467" target="_blank">Fischer in einem BBC-Beitrag</a> von Margarita Rodriguez leben die Delphine weiter entfernt von der Küste im offenen Meer, an der Küste sind sie nur sehr selten zu sehen.<br />
<a title="deep sea news" href="http://deepseanews.com/2012/05/whats-is-perus-dolphin-and-pelican-die-off-telling-us/" target="_blank">Fischerei-Experten berichteten außerdem, dass das Oberflächenwasser in diesem Jahr mehr als 10 F wärmer war als sonst.</a> Die großen Anchovetta-Schwärme (Peruanische Anchovis) hätten sich deshalb in tiefere Wasserschichten zurückgezogen. Dadurch waren sie außerhalb der Reichweite der tauchend fischenden Pelikane. Die Pelikane sollen dadurch verhungert sein. Neben Pelikanen waren auch andere im Meer jagende Vögel wie Kormorane betroffen, allerdings in weit geringerem Ausmaß.</p>
<h4><strong>Tod durch akustischen Schock?</strong></h4>
<p>Das in Houston, USA, ansässige Unternehmen BPZ Energy hatte, nach Firmenangaben, zwischen dem 07. Februar und dem 08. April 2012 eine <a title="Seismic Survey" href="http://parkseismic.com/Whatisseismicsurvey.html" target="_blank">akustische seismische Erkundung</a> durchgeführt. <a title="Deep Sea News" href="http://deepseanews.com/2012/05/whats-is-perus-dolphin-and-pelican-die-off-telling-us/" target="_blank">Die Geräte seien zwischen dem 31.Januar und dem 07. Februar 80 Meilen (80 to 130 Kilometer) vor der Küste getestet und die Instrumente kalibriert worden.</a> Bei dieser seismischen Erkundung hatte die BPZ zur Erkundung unterseeischer Ölvorkommen die dabei üblichen Unterwasser-Explosionen eingesetzt.</p>
<p>Extrem laute Geräusche können bei Walen ein akustisches Trauma hervorgerufen, bei ihrer Flucht vor der Lärmursache tauchen Wale dann sehr schnell auf, es kann im Körpergewebe zu Gas-Embolien kommen, die zum qualvollen Tod der Tiere führen können. In den vergangenen Jahren hatte es wiederholt durch Sonareinsätze der Marine Dutzende von Todesfällen unter Walen gegeben. Dabei waren vor allem die tief tauchenden Schnabelwal-Spezies schwer getroffen worden.</p>
<p>(Lesen Sie dazu die meertext-Beiträge<br />
<a title="meertext: Schnabelwalstrandungen durch Sonar (&quot;)?" href="http://blog.meertext.eu/2011/12/29/schnabelwal-strandungen-durch-sonar-2/" target="_blank">„Schnabelwalstrandungen durch Sonar (1)?“<br />
„Schnabelwalstrandungen durch Sonar (2)?“</a>)</p>
<p>Die Umweltschützer waren sensibilisiert: Die Umweltschutzorganisation ORCA erhob schnell Anschuldigungen gegenüber der Erdölindustrie: Die Tiere sollten durch den seismischen Survey der Öl-Explorationsfirma gestorben sein. <a title="independant: mystery of mass dolphin deaths in peru" href="http://www.independent.co.uk/environment/nature/mystery-of-mass-dolphin-deaths-in-peru-7668396.html" target="_blank">Carlos Yaipen-Llanos von ORCA, die einen Schwerpunkt auf dem Wal- und Delphinschutz hat, sagte, dass einige der Delphine zerbrochene Gehörknochen hätten, was auf ein akustisches Trauma hindeuten würde.</a><br />
Damit wären die fast 900 Delphine durch von Menschen verursachte Schallwellen getötet worden.<br />
Ein schwerer Vorwurf.</p>
<h4><strong>Tod durch natürliche Ursachen?</strong></h4>
<p>Der peruanische Umweltminister (Peru&#8217;s Deputy Environment Minister) Gabriel Quijandria widersprach umgehend und vehement und führte als Gründe für das Massensterben der kleinen Wale giftige Algen, ungewöhnliche ozeanographische Bedingungen und Krankheiten wie <em>Morbillivirus</em> an.</p>
<p>Auf den öffentlichen Druck durch die internationale Berichterstattung hin machten sich Mitte April dann auch die peruanischen Behörden an die Probennahme und Untersuchung der toten Meeressäuger.<br />
Die Analysen wurden durchgeführt in den Labors der Peruvian Ocean Institute (IMARPE); the Fisheries Technology Institute of Peru (ITP); The Center for Information, Toxicological Control and Support for Environmental Management (CICOTOX) of the Faculty of Pharmacy and Biochemistry of the Major National University of San Marcos (UNMSM); the Faculty of Veterinary Medicine and Husbandry of the Cayetano Heredia Peruvian University (UPCH) und dem privaten Veterinär-Labor VetDiagnostics.</p>
<p>Die offiziellen Stellen in Peru führten umfangreiche ozeanographische Daten an, um die Behauptung zu untermauern, dass im entsprechenden Zeitraum sehr ungewöhnliche ökologische Bedingungen in dem entsprechenden Seegebiet herrschten. Weiterhin zählten sie wieder andere natürliche Todesursachen wie Giftalgenblüten oder Virusinfektionen auf.</p>
<h4><strong>Die toten Delphine von Peru – mehr Fragen als Antworten</strong></h4>
<p>Tatsächlich sprechen die Fakten gegen das Massensterben durch ein akustisches Trauma:<br />
Die ersten Delphin-Kadaver sollen bereits vor dem Beginn des akustischen Surveys angespült worden seien.<br />
Weiterhin deuten die zerbrochenen Gehörknochen nicht automatisch auf ein akustisches Trauma hin, sondern sind nach den Erfahrungen nordamerikanischer und europäischer Wal-Experten ein natürliches Resultat des Verwesungsprozesses. Verletzungen im Ohr-Bereich können nur bis etwa 2 Stunden nach dem Tod des Tieres sicher nachgewiesen werden. Die angespülten Delphine befanden sich aber in einem fortgeschrittenen Verwesungsprozess, wie die <a title="Guardian: Peru´s mysterious dolphin and pelican deaths - in pictures" href="http://www.guardian.co.uk/environment/gallery/2012/may/09/peru-marine-wildlife-oceans-environment?newsfeed=true#/?picture=389614999&amp;index=16" target="_blank">Bilder</a> deutlich zeigen.</p>
<p>Aus dem gleichen Grund ist auch ein histologischer Nachweis für durch Gasembolien verletzte Gewebe nicht mehr möglich gewesen. Die Gewebe waren zu stark verwest.</p>
<p>Der Blogeintrag<a title="deep sea news:What is Peru´s dolphin and pelican die-off telling us?" href="http://deepseanews.com/2012/05/whats-is-perus-dolphin-and-pelican-die-off-telling-us/" target="_blank"> “What is Peru’s dolphin and pelican die-off telling us?”</a> auf Deep-Sea News weist darauf hin, dass es für den Tod von 900 Delphinen und 4000 Pelikanen nicht zwangsläufig eine einzige Ursache geben muss, es könnten auch mehrere unglückliche Umstände zusammen gekommen sein. Der Interviewpartner, <a title="GB" href="http://www.georgiaaquarium.org/newsroom/experts/bossart.aspx" target="_blank">Dr. Greg Bossart </a>ist Chief Veterinary Officer und Senior Vice President des Georgia Aquariums und sicherlich ein kompetenter und erfahrener Wal-Spezialist.<br />
Eine monokausale Erklärung wäre natürlich einfach, aber Biologie ist meistens nicht so einfach. Multikausale Erklärungen sind wesentlich komplexer und schwieriger nachzuweisen. Durch eine Verkettung mehrerer Ursachen lassen sich Todesursachen bei marinen Säugetieren oft nur sehr schwierig nachweisen.<br />
Dies ist einer der wenigen Beiträge zum Thema, der echte Sachkenntnis zeigt.</p>
<h4><strong>Massentod durch Morbillivirus?</strong></h4>
<p><strong>Die wahrscheinlichste Erklärung dürfte nach Ansicht mehrerer Wal-Experten eine massive <em>Morbillivirus</em>-Infektion innerhalb einer regionalen Delphingruppe gewesen sein.</strong><br />
Das würde u. a. erklären, warum nur eine Spezies – der Langschnäuzige Gemeine Delphin &#8211; betroffen war. <a title="Raga: Dolphin Morbillivirus Epizootic Resurgence, Mediterranean Sea" href="http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/14/3/07-1230_article.htm" target="_blank">Dieser Virus ist zwar schon bei verschiedenen Wal-Arten nachgewiesen worden</a>, aber nicht bei allen.</p>
<p>Und es ist schon häufiger vorgekommen, dass es bei einer Art zu einem Massensterben führte, während andere Arten im gleichen Lebensraum keine gesundheitlichen Probleme zeigten.</p>
<p>Der Abschlußbericht von <a title="IMARPE" href="http://www.imarpe.pe/imarpe/index.php" target="_blank">IMARPE</a> (Peruvian Ocean Institute) fasst zusammen: &#8220;Seems like this may be a lost case. Getting to the bottom of the cause of death is VERY hard right now because the bottom line is that sample collection, manipulation and analyses have not followed adequate (trustworthy) protocols. Experts cannot draw final conclusions because of lack of information&#8221;.</p>
<p>Aus den vorliegenden Fakten und Vorgehensweisen können seriöse Wissenschaftler und Walschützer leider nur einen Schluss ziehen:<br />
“So unfortunately we not be able to get to the bottom of what caused this mortality event, however I remain sceptical that it was due to seismic operations in the area, not least because those operations did not start until after the first dolphins began washing up!” kommentierte eine Mitarbeiterin von Marine Mammal Research Unit, Fisheries Centre, University of British Columbia.</p>
<p><strong>Ein hartes Urteil.<br />
</strong>Aber leider zutreffend.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Quellenangaben:</strong><br />
Neben den angegebenen Quellen sind die Quellen der IMARPE-Abschlußbericht (in Spanisch), eine Zusammenfassung in Englisch, inoffizielle Schriftwechsel und mündliche Aussagen verschiedener Wal-Experten deutscher, englischer und nordamerikanischer Forschungsinstitute.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schnabelwal-Strandungen durch Sonar (1)?</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2011/12/04/schnabelwal-strandungen-durch-sonar/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 18:51:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schnabelwale sind, neben den Pottwalen, die Tieftaucher unter den Walen. Seit 1996 gibt es immer wieder weltweit Massenstrandungen von Schnabelwalen und anderen Walarten zeitgleich mit NATO-Manövern. Seriöse Wissenschaftler machen die moderne Sonartechnik der NATO für den vielfachen Waltod verantwortlich: das Low Frequency Active Sonar (LFAS), das über große Entfernungen und bin in große Tiefen U-Boote [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Schnabelwale sind, neben den Pottwalen, die Tieftaucher unter den Walen.<br />
Seit 1996 gibt es immer wieder weltweit Massenstrandungen von Schnabelwalen und anderen Walarten zeitgleich mit NATO-Manövern. Seriöse Wissenschaftler machen die </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">moderne Sonartechnik der NATO für den vielfachen Waltod verantwortlich: das Low Frequency Active Sonar (LFAS), das über große Entfernungen und bin in große Tiefen U-Boote orten soll.</span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Am 30.11.2011 sind im Mittelmeer wieder drei der seltenen Cuvier-Schabelwale (<em>Ziphius cavirostris</em>) gestrandet und verendet.</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der griechische Wissenschaftler Dr. Alexandros Frantzis, der sich seit über 10 Jahren mit dem mutmaßlich durch LFAS verursachten Waltod beschäftigt, hat am 01.12.2011 die Europäischen Walforscher der ECS (ECS: European Cetacean Society) über diese Strandungen informiert. Zum zweiten Mal innerhab eines sehr kurzen Zeitraums ist die kleine Population der Cuvier-Schnabelwale der Ionischen See betroffen, die letzte Strandung war im Februar 2011 (Quelle: Diskussion der ECS-discussion list).<span id="more-231"></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mittlerweile ist bekannt geworden, dass auch diesmal ein Marine-Manöver in dem entsprechenden Seegebiet stattgefunden hat: Nach Aussage von</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Dr. Michael Jasny, Senior Policy Analyst, Natural Resources Defense Council vom 02.12.2011 hat an d</span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">em Manöver mindestens eine italienische Fregatte mit zwei aktiven Sonarsystemen aus US-Navy-Produktion teilgenommen (Quelle: Diskussion der ECS-discussion list).</span> <!--more--></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Alexandros Frantzis hält sowohl militärisch genutztes Sonar als auch die zivile seismische Erkundung (z. B. in der Ölsuche) für eine akute Gefahrenquelle in dem Meeresgebiet der östlichen Ionischen See (Hellenic Trench) mit seinen tief tauchenden Walarten: Nach Frantzis ist die kleine Population der Cuvier-Schnabelwale der Ionischen See durch die Strandungen der letzen Jahre ernsthaft in ihrem Bestand gefährdet. Seit 2007 wird von </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">ACCOBAMS die</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"> Einrichtung eines Schutzgebiets in diesem Meeresgraben gefordert </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">(ACCOBAMS: </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Agreement on the Conservation of Cetaceans of the Black Sea, Mediterranean Sea and Contiguous Atlantic Area -</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><em>Übereinkommen zum Schutz der Wale des Schwarzen Meeres, des Mittelmeeres und der angrenzenden Atlantischen Zonen).</em></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><em><strong><br />
</strong></em></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Leider, so Frantzis, ist diese Forderung bis heute nicht umgesetzt worden.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der international renommierte italienische Wal-Experte Dr.</span><span style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Giuseppe Notarbartolo di Sciara </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">hat sofort nach dem Bekanntwerden der Strandungen noch am 02.12.2011 einen Brief an das ACCOBAMS-Sekretariat verfaßt: Er drückt seine Besorgnis aus und fordert das Sekretariat auf, den Schutz der Cuvier-Schnabelwale und anderer Spezies nachdrücklich voranzutreiben (Quelle: Diskussion der ECS-discussion list).</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Schnabelwale – bedroht und geheimnisvoll</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Schnabelwale (Ziphiidae) sind mittelgroßen Zahnwale, sie leben fernab der Küsten in tiefen Gewässern und sind in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Die Schnabelwal-Forschung konnte in den letzten 10 Jahren u. a. durch technische Fortschritte in der Bioakustik große Fortschritte machen: die Tiere können nun akustisch aufgespürt und bei ihren tiefen Tauchgängen verfolgt werden. Sie jagen Tintenfische und Fische, manche Arten können bis 90 Minuten und fast 2000 Meter tief tauchen (Handbook of Marine Mammals, Vol. 4: River Dolphins and the Lagrer Toothed Whales, edt. Ridgway, Harrsion).</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Schnabelwale sind langlebig und haben eine geringe Fortpflanzungsrate, darum sind ihre Bestände sehr klein.<br />
Sie stranden selten und nur vereinzelt an den Küsten. Es gibt weltweit vor 1996 keinen einzigen Nachweis auf eine Massenstrandung dieser Walarten, wie sie etwa von Grindwalen, Pilotwalen und Pottwalen immer bekannt sind und auch aus historischen Quellen über die letzten Jahrhunderte überliefert wurden </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">(</span></span><a title="Podesta et al: A review of Cuvier`s beaked whale strandings in the Mediterranean Sea" href="http://www.nmfs.noaa.gov/pr/health/noise/docs/podesta_mediterranean.pdf" target="_blank"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Podesta et al</span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">: „A review of Cuvier’s beaked whale strandings in the Mediterranean Sea“; </span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><em>J. CETACEAN RES. MANAGE. </em></span></span></a><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a title="Podesta et al: A review of Cuvier`s beaked whale strandings in the Mediterranean Sea" href="http://www.nmfs.noaa.gov/pr/health/noise/docs/podesta_mediterranean.pdf" target="_blank">7(3):251–261, 2006</a>)</span></span></p>
<h4><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Sonar-Aktivitäten und Waltod</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der Cuvier-Schnabelwal lebt unter anderem in europäischen Gewässern, also im Atlantik und Mittelmeer.<br />
1996 fand die erste Massenstrandung dieser Zahnwale an den Stränden der griechischen Inseln statt, 12 Tiere starben.<br />
Die Wale waren an massiven Blutungen im Gehör, Gehirn und der Lunge gestorben. Derartige Verletzungen waren bis dahin bei Walen unbekannt. Sie sind durch panikartiges, extrem schnelles Auftauchen verursacht worden und haben zu schweren, Taucherkrankheits-ähnlichen Symptomen geführt. Die Tiere mußten durch einen äußeren Einfluß in Panik geraten sein. Es gibt keine natürliche Ursache (Meeresbeben, Hai- oder Orca-Angriff,&#8230;), die eine ganze Herde Cuvier-Schabelwale panisch aus dem Ozean fliehen läßt. Frantzis kam nach sorgfältiger Datenanalyse zu dem Ergebnis, dass diese atypische Massenstrandung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in direktem Zusammenhang mit einem NATO-Manöver im gleichen Seegebiet stehen mußte, bei dem ein LFAS-Sonar eingesetzt wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Frantzis Forschungsergebnisse wurden in dem angesehenen Wissenschaftsmagazin in Nature veröffentlicht ( </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><em>Nature</em></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong> 392</strong></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">, 29 (5 March 1998) | doi:10.1038/3206; </span><span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=search&amp;term=Frantzis+A"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">A. Frantzis: &#8220;Does acoustic testing strand whales?&#8221; Scientific Correspondence); http://en.wikipedia.org/wiki/Marine_mammals_and_sonar). </span></a></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Seine Arbeit wurde von vielen anderen internationalen Fachkollegen als seriös und korrekt in den Schlußfolgerungen bewertet. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mittlerweile sind weltweit von verschiedenen unabhängigen Wissenschaftlern &#8211; Biologen und Tierärzten &#8211; weitere Massenstrandungen von Schnabelwalen und anderen Spezies untersucht worden. Sie haben Frantzis Hypothese immer wieder bestätigt: Das LFA-Sonar treibt die Wale durch extrem laute Ortungs-Geräusche zu einem panischen “Notaufstieg“: Die Tiere leiden dabei so stark, dass sie versuchen, aus dem Wasser zu fliehen. Sie verenden grausam mit zerstörten Innenohren und inneren Blutungen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der auf Wale spezialisierte Tierarzt Dr. Paul Jepson hat in viele Sektionen die schweren Verletzungen bei verschiedenen Arten analysiert und dokumentiert.<br />
Mittlerweile sind regelmäßig Strandungen mehrerer Schnabelwale aus dem Atlantik (Kanarische Inseln), dem Mittelmeer (griechische Inseln und Italienische Gewässer), dem Pazifik (Hawaii) zu verzeichnen, die eine zeitliche Korrelation mit NATO-Manövern und LFAS-Einsatz haben.<br />
Das Milität weist einen Zusammenhang des Sonar-Einsatzes und des Waltods natürlich rigoros zurück.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Auswahl weiterer Quellen:</strong></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Podesta et al: A review of Cuvier’s beaked whale strandings in the Mediterranean Sea, </span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><em>J. CETACEAN RES. MANAGE. </em></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">7(3):251–261, 2006</span></span></p>
<p><span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nmfs.noaa.gov/pr/health/noise/docs/podesta_mediterranean.pdf"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">http://www.nmfs.noaa.gov/pr/health/noise/docs/podesta_mediterranean.pdf</span></span></a></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Cox, T.M., T.J. Ragen, A.J. Read, E. Vos, R.W. Baird, K. Balcomb, J. Barlow, J. Caldwell, T. Cranford, L. Crum, A. D’Amico, G. D’Spain, A. Fernández, J. Finneran, R. Gentry, W. Gerth, F. Gulland, J. Hildebrand, D. Houser, T. Hullar, P.D. Jepson, D. Ketten, C.D. MacLeod, P. Miller, S. Moore, D. Mountain, D. Palka, P. Ponganis, S. Rommel, T. Rowles, B. Taylor, P. Tyack, D. Wartzok, R. Gisiner, J. Mead, L. Benner. (2006) Understanding the Impacts of Anthropogenic Sound on Beaked Whales. </span></span><em><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Journal of Cetacean Research and Management</span></span></em><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">7</span></span></strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">: 177-187. </span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Rommel, S.A., Costidis, A.M., Fernandez, A., Jepson, P.D., Pabst, A., McLellan, W., Houser, D.S., Cranford, T., van Helden, A., Allen, D. and Barrows, N. (2006) Elements of Beaked Whale Anatomy and Diving Physiology, and Some Hypothetical Causes of Sonar-related Stranding. </span></span><em><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Journal of Cetacean Research and Management</span></span></em><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">7</span></span></strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">: 189-209.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Jepson, P.D., Deaville, R., Patterson, I.A.R., Pocknell, Ross, H.M., Baker, J.R., Howie, F.E., Reid, R.J., Colloff, A. and Cunningham, A.A. (2005) Acute and chronic gas bubble lesions in cetaceans stranded in the United Kingdom. </span><em><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Veterinary Pathology</span></em><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;">42</span></strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;">: 291-305.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Jepson, P.D., Arbelo, M., Deaville, R., Patterson, I.A.R., Castro, P., Baker, J.R., Degollada, E., Ross, H.M., Herráez, P., Pocknell, A.M., Rodriguez, E., Howie, F.E., Espinosa, A., Reid, R.J., Jaber, J.R., Martin, V., Cunningham, A.A., and Fernandez, A. (2003) Gas-bubble lesions in stranded cetaceans. </span></span><em><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nature</span></span></em><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">425</span></span></strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">: 575-576. </span></span></p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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