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	<title>meertext &#187; Schnabelwale</title>
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	<description>Navigation im Meer der Worte</description>
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		<title>Der Bahamonde-Schnabelwal – ein mysteriöses Phantom aus der Tiefsee?</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2012/11/06/der-bahamonde-schnabelwal-%e2%80%93-ein-mysterioses-phantom-aus-der-tiefsee/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Nov 2012 12:51:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Schnabelwale]]></category>
		<category><![CDATA[Wale]]></category>
		<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ozean]]></category>

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		<description><![CDATA[“Phantom der Tiefsee: Mysteriöser Wal aufgetaucht“ vermeldet SPON am 05.11.2012. Und Focus schreibt: „Sensationelle Entdeckung: Forscher enttarnen seltensten Wal der Welt&#8220;. Ein Blick auf das abgebildete Photo sagt mir deutlich mehr: Es geht um die Strandung eines Zweizahnwals. Das Tier gehört auf jeden Fall zur Gattung „Mesoplodon“, von denen es weltweit 14 Arten gab (und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="SPON: Phantom der Tiefsee: Mysteriöser Wal aufgetaucht" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/schnabelwale-im-pazifik-seltener-wal-in-neuseeland-erstmals-gesichtet-a-865309.html" target="_blank">“Phantom der Tiefsee: Mysteriöser Wal aufgetaucht“</a> vermeldet SPON am 05.11.2012.<br />
Und Focus schreibt: „<a title="Focus: Forscher enttarnen seltensten Wal der Welt" href="http://www.focus.de/wissen/natur/tiere-und-pflanzen/nach-dna-analyse-forscher-enttarnen-seltensten-wal-der-welt_aid_853520.html" target="_blank">Sensationelle Entdeckung: Forscher enttarnen seltensten Wal der Welt</a>&#8220;.</p>
<p>Ein Blick auf das abgebildete Photo sagt mir deutlich mehr: Es geht um die Strandung eines Zweizahnwals.<br />
Das Tier gehört auf jeden Fall zur Gattung „<em>Mesoplodon</em>“, von denen es weltweit 14 Arten gab (und nicht 21).</p>
<p>Die Tiere leben natürlich nicht in der Tiefsee, sondern in der Hochsee. Alle bisher untersuchten Schnabelwale tauchen zwar ähnlich tief wie Pottwale und jagen in tiefen Wasserschichten Fische und Tintenfische. Darum ist auch für <em>Mesoplodon traversii</em> anzunehmen, dass er weit unter 1000 Meter tief taucht. Aber damit ist er natürlich kein Tiefsee-Bewohner, sondern klopft dort höchstens gelegentlich an die Tür.</p>
<p>Dass diese beiden Tiere so schwierig zuzuordnen waren, ist nicht erstaunlich. Zweizahnwale sind erstens wenig bekannt und zweitens sehr schwierig zu bestimmen. Lesen Sie dazu auch den meertext-Beitrag „<strong><a title="Geheimnisvolle Schnabelwale - von Entenwalen und Zweizahnwalen" href="http://blog.meertext.eu/2012/11/06/geheimnisvolle-schnabelwale-%E2%80%93-von-entenwalen-und-zweizahnwalen/" target="_blank">Geheimnisvolle Schnabelwale – von Entenwalen und Zweizahnwalen</a>“</strong>.<span id="more-319"></span></p>
<p>Viele <em>Mesoplodon</em>-Arten sehen sich äußerlich teilweise zum Verwechseln ähnlich. Das wichtigste und offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal sind die beiden Zähne im Unterkiefer, die nur bei erwachsenen Männchen durchbrechen. Bei Weibchen und Jungtieren bleiben die Zähne im Zahnfleisch verborgen.<br />
Abgesehen von den Zähnen kann die Artzugehörigkeit dieser Wale nur von erfahrenen Spezialisten über kleine Details des Schädels bestimmt werden. Da hier ein Weibchen und Jungtier gestrandet waren, ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass die Identifizierung so kompliziert war und die Tiere zunächst als Camperdown-Wal (<em>Mesoplodon grayi</em> bestimmt wurden.<br />
Neben der Schädelanalyse kann die Art auch über eine DNA-Analyse bestimmt werden. Wie es im vorgesehen Fall ja auch geschehen ist.</p>
<p><strong>Die wilde Entdeckungsgeschichte des Bahamonde-Zweizahnwals<br />
<em>Mesoplodon traversii</em></strong> hat eine wilde Entdeckungsgeschichte hinter sich:<br />
1873 fand James Hector auf <a title="Pitt Island" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pitt_Island">Pitt Island</a> (<a title="New Zealand" href="http://en.wikipedia.org/wiki/New_Zealand">Neuseeland</a>) einen Unterkiefer, den er in Wort und Bild dokumentierte. Im darauf folgenden Jahr publizierte John Edward Gray die wissenschaftliche Beschreibung des Kiefers und benannte ihn nach Henry Hammersley Travers: <em>M. traversii. </em>(Nach Hector ist übrigens auch der Schnabelwal <em>Mesoplodon hectori</em> benannt worden, aber das ist eine andere Geschichte).<br />
Um 1950 wurde dann auf White Island (Neuseeland) noch ein Schädel ohne Unterkiefer (= Calvarium) gefunden, der später dem Gingko-Zweizahnwal (<em>M. gingkodens</em>) zugeordnet wurde.<br />
1986 wurde ein beschädigter Schädel ohne Unterkiefer in Chile auf Robinson Crusoe Island angespült und von van Helden und Kollegen als neue Art beschrieben: <em>Mesoplodon bahamondi</em> &#8211; Bahamonde&#8217;s Zweizahnwal.<sup><br />
</sup>In diesem Fall wurde allerdings wenig später klar: Der Schädel gehörte gar nicht zu einer neu entdeckten Art, sondern zu dem schon 1874 beschrieben Tier. Darum war der Name <em>M. bahamondi</em> ungültig und <em>M. traversii</em> gültig. So schreiben es die Regeln der internationalen Nomenklaturkommission vor. Van Helden und Kollegen schrieben also eine Gegendarstellung.</p>
<p>Im Dezember 2010 strandeten zwei Schnabelwale am Strand von Opape, Bay of Plenty, Neuseeland. Sie wurden zunächst als Gray´s Schnabelwal (<em>Mesoplodon grayi</em>) einsortiert.<br />
Erst durch die genetische Analyse aller drei Funde wurde klar, dass sie alle zur gleichen Art gehören. Insgesamt drei Funde sind für eine Walart schon extrem selten, darum titulierten Thompson und Kollegen <em>M. traversii</em> in ihrer jetzt erschienen Publikation als den seltensten Wal der Welt (Thompson, K. et al. 2012: The world’s rarest whale. Current biology, 22(21): R905–R906. <a title="Digital object identifier" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_object_identifier">doi</a>:<a href="http://dx.doi.org/10.1016%2Fj.cub.2012.08.055">10.1016/j.cub.2012.08.055</a>)<br />
Ganz schön viel Aufregung für einen so kleinen, stillen Wal.</p>
<p><strong>Entdeckungen im Museum<br />
</strong>Es kommt auch heute noch regelmäßig vor, dass neue Wale (und andere Tiere) entdeckt werden, gerade Museumsammlungen sind dafür prädestiniert.<br />
Die Erklärung ist einfach: Erst in einer Sammlung können Schädel durch exakte Vermessungen und Vergleiche mit anderen Schädeln wissenschaftlich bearbeitet werden bzw. können hier DNA-Analysen durchgeführt werden. Und für die wissenschaftliche Bearbeitung benötigt es einen Anfangsverdacht, ein Forschungsprojekt und die entsprechenden Spezialisten.</p>
<p>Ich hatte schon vor einiger Zeit über eine neue <a title="meertext: Who is who der Zwergwale" href="http://blog.meertext.eu/2011/07/15/who-is-who-der-zwergwale/" target="_blank">Zwergwalart </a>und eine neue <a title="Neue Delphinart vor Australien entdeckt" href="http://blog.meertext.eu/2011/09/23/neue-delphin-art-vor-australien-entdeckt/" target="_blank">Delphinart</a> berichtet.<br />
Nicht-Zoologen mag es übertrieben erscheinen, so viel Aufwand zu betreiben, um Wale hin- und herzusortieren. Aber diese Artzugehörigkeiten erzählen den Wissenschaftlern wichtige Details über Evolution, Verbreitung und andere intime Details aus dem Leben der Wale.<br />
Zwei Arten nicht sauber auseinander zu halten, ist für einen Zoologen genauso schlimm, wie zusammen geworfene Äpfel und Birnen für einen Obsthändler.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p>L. van Helden, A. N. Baker, M. L. Dalebout, J. C. Reyes, K. Van Waerebeek, C. S. Baker: Resurrection of <em>Mesoplodon traversii</em> (Gray, 1874), senior synonym of <em>M. bahamondi</em></p>
<p>Reyes, Van Waerebeek, Cardenas and Yanez, 1995 (Cetacea: Ziphiidae). In: <a title="Marine Mammal Science" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marine_Mammal_Science">Marine Mammal Science</a>. 18, Nr. 3, Juli 2002, S. 609–621. <a title="Digital Object Identifier" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Object_Identifier">doi</a>:<a href="http://dx.doi.org/10.1111%2Fj.1748-7692.2002.tb01062.x">10.1111/j.1748-7692.2002.tb01062.x</a>.</p>
<p>Perrin, William F.; Wursig, Bernd &amp; Thewissen, J.G.M (eds.) (2002): Encyclopedia of Marine Mammals. Academic Press. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Special:BookSources/0125513402">ISBN 0-12-551340-2</a></p>
<p>Reeves, Randall R. &amp; Leatherwood, S. (1994): Dolphins, porpoises and whales: 1994-98 Action plan for the conservation of cetaceans. <a title="IUCN" href="http://en.wikipedia.org/wiki/IUCN">IUCN</a>, Gland, Switzerland. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Special:BookSources/2831701899">ISBN 2-8317-0189-9</a></p>
<p>Thompson, K. et al. 2012: The world’s rarest whale. Current biology, 22(21): R905–R906. <a title="Digital object identifier" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_object_identifier">doi</a>:<a href="http://dx.doi.org/10.1016%2Fj.cub.2012.08.055">10.1016/j.cub.2012.08.055</a></p>
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		<title>Geheimnisvolle Schnabelwale – von Entenwalen und Zweizahnwalen</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Nov 2012 12:40:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meeresforschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Schnabelwale sind mittelgroße Zahnwale, von denen die meisten Menschen noch nie gehört haben. Die Tiere sind zwar nicht sehr klein, sondern zwischen 3,5 und über 12 Metern groß, aber sie leben meistens im offenen Meer, weit vor den Küsten. Nach meinen eigenen Erfahrungen während eines Wal-Surveys in der Antarktis 1996/97 meiden viele Arten den Kontakt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schnabelwale sind mittelgroße Zahnwale, von denen die meisten Menschen noch nie gehört haben.<br />
Die Tiere sind zwar nicht sehr klein, sondern zwischen 3,5 und über 12 Metern groß, aber sie leben meistens im offenen Meer, weit vor den Küsten. Nach meinen eigenen Erfahrungen während eines Wal-Surveys in der Antarktis 1996/97 meiden viele Arten den Kontakt mit Menschen und tauchen vorher ab. Darum werden sie selten gesichtet. Auf den ersten Blick sehen die meisten von ihnen mit ihren langgezogenen Schnabel für Laien aus wie zu groß geratene Delphine. Auch das ist nicht hilfreich bei ihrer Identifikation.</p>
<p>Um 1990 waren sie die am wenigsten bekannte Familie der Wale. Mit ihrer wenig erforschten Lebensweise und ihren seltsam geformten Köpfen, die ganz anders aussehen, als alle anderen Wale, haben sie mich auf den ersten Blick fasziniert: Ich schrieb meine Diplomarbeit über zwei dieser Arten aus dem Nordatlantik.</p>
<p>Während der Arbeit hatte ich mir einen dieser außergewöhnlichen Schädel auf den Schreibtisch gestellt und an ihm ein neues Messverfahren entwickelt und erprobt. Es war ein noch nicht ausgewachsener Nördlicher Entenwal (<em>Hyperoodon ampullatus</em>). Seinen Schädel habe ich in – und auswendig studiert: Etwa 1,30 Meter lang mit hoch aufgewölbtem Hirnschädel und hohen seitlichen Kämmen (Maxillarkämmen) auf dem Oberkiefer:<br />
Der Donald Duck unter den Walen!<span id="more-317"></span></p>
<p>Ich habe Tage gebraucht, bis ich den Schädel verstanden hatte.<br />
Mit voller Kraft konnte ich den Schädel des Jungtiers gerade eben allein heben &#8211; und meinen kleinen Liebling in den Armen halten.</p>
<p>Schädel von Nördlichen Entenwalen war immerhin in einigen zoologischen Museen und Instituten in Deutschland und Holland zu finden, er ist nicht so selten und strandet ab und an auch an der deutschen Nordseeküste. Früher wurde er sogar kommerziell bejagt, auch aus dieser Zeit sind Schädel erhalten, mit den charakteristischen Messerspuren vom „Abflensen“.</p>
<p><strong>Auf der staubigen Suche nach dem Zweizahnwal</strong><br />
„Meine“ zweite Walart war in Deutschland wesentlich schwieriger zu finden: Der Sowerby-Zweizahnwal, <em>Mesoplodon bidens</em>.<br />
In Deutschland waren nur zwei Exemplaren aufzutreiben.<br />
Die Gattung <em>Mesoplodon</em> ist wesentlich kleiner als ein Entenwal (<em>Hyperoodon</em>), die Tiere werden nur zwischen 3,5 und 6 Meter groß. Die anderen Schnabelgattungen sind meist nur in ein oder zwei Arten aufgespalten.<br />
Die Zweizahnwale &#8211; <em>Mesoplodon</em> &#8211; ist mit 14 Arten die große Ausnahme. Diese Artenvielzahl wird unter Wissenschaftlern diskutiert, aber nicht wirklich verstanden. Manchmal kommen mehrere Arten im gleichen Seegebiet vor. Und da beginnt die Sache, wirklich kompliziert zu werden…<br />
Leider sehen sie sich alle ziemlich ähnlich.</p>
<p><em>Mesoplodon</em> ist zwar ein Zahnwal, de facto haben aber nur ausgewachsene Männchen zwei sichtbare Zähne im Unterkiefer. Die Bezahnung ist artspezifisch und absolut abgefahren: Bei manchen Arten wachsen zwei Hauer aus dem Unterkiefer über dem Oberkiefer zusammen.</p>
<p>Die Zähne der erwachsenen Männchen sind das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der Zweizahnwal-Arten. Leider bleiben bei Jungtieren und Weibchen diese Zähne im Gaumen verborgen.<br />
Um die Tiere sicher zu identifizieren, muss man also „nur“ einem erwachsenen Männchen ins Maul schauen. Bei einem vorbeischwimmenden Wal ist das eine gewaltige Herausforderung – nur Flipper zeigte freiwillig ein photogenes Grinsen.</p>
<p><strong>Neue Walart auf dem Fischmarkt</strong><br />
Sie leben meistens in kleinen Gruppen im offenen Ozean und sind durch ihr eher unauffälliges Verhalten auf See schwer zu entdecken. Die lebenden Tiere und die Schädel können nur von Fachleuten identifiziert werden.<br />
Das hat dazu geführt, dass gleich drei <em>Mesoplodon</em>-Arten erst in den letzten drei Jahrzehnten „entdeckt“ worden sind: In Museumssammlungen und auf Fischmärkten:</p>
<p>In neuerer Zeit können diese seltenen Tiere durch die umfassende und hervorragende Forschungsarbeit von Merel Dalebout auch über DNA-Analysen zugeordnet werden:<br />
1991 wurde der <a title="Peruanischer Schnabelwal" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peruanischer_Schnabelwal">Peruanische Schnabelwal</a> (<em>M. peruvianus</em>) beschrieben.<br />
2002 hatte der <a title="Perrin-Schnabelwal" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Perrin-Schnabelwal">Perrin-Schnabelwal</a> (<em>M. perrini</em>) sein wissenschaftliches Debut.<br />
Und nun macht der der <a title="Bahamonde-Schnabelwal" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahamonde-Schnabelwal">Bahamonde-Schnabelwal</a> (<em>M. traversii</em>) Schlagzeilen…(lesen Sie dazu auch den meertext-Beitrag: <a title="Der Bahamonde-Schnabelwal - ein mysteriöses Phantom aus der Tiefsee" href="http://blog.meertext.eu/2012/11/06/der-bahamonde-schnabelwal-%E2%80%93-ein-mysterioses-phantom-aus-der-tiefsee/" target="_blank">„<strong>Der Bahamonde-Schnabelwal – ein mysteriöses Phantom aus der Tiefsee?</strong>“)</a>.</p>
<p>Dabei sind diese Tiere wirklich gar nicht so klein.<br />
Und es ist auch nicht so, dass sie vorher nicht da waren.<br />
Es hat bloß keiner richtig hingeguckt.<br />
Schnabelwale sind immer wieder für Überraschungen gut, gerade in den ungeheuren Weiten des pazifischen Ozeans.<br />
Vielleicht findet Merel ja noch ein paar neue Arten?<br />
Für mich als Zoologin ist das ein gutes Gefühl: Es gibt immer noch etwas zu entdecken!</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p>Merel L. Dalebout, James G. Mead, C. Scott Baker, Alan N. Baker, &amp; Anton L. van Helden (2002): A New Species of Beaked Whale, <em>Mesoplodon perrini</em> sp. n. (Cetacea: Ziphiidae), Discovered Through Phylogenic Analysis of Mitochondrial DNA Sequences. <a title="Marine Mammal Science" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marine_Mammal_Science">Marine Mammal Science</a> 18 (3): 577-608. <a title="Digital Object Identifier" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Object_Identifier">doi</a>:<a href="http://dx.doi.org/10.1111%2Fj.1748-7692.2002.tb01061.x">10.1111/j.1748-7692.2002.tb01061.x</a> <a href="http://whitelab.biology.dal.ca/md/Dalebout_2003_Mperrini.pdf">vollständiges PDF</a></p>
<p>A. L. van Helden, A. N. Baker, M. L. Dalebout, J. C. Reyes, K. Van Waerebeek, C. S. Baker: <em>Resurrection of Mesoplodon traversii (Gray, 1874), senior synonym of M. bahamondi Reyes, Van Waerebeek, Cardenas and Yanez, 1995 (Cetacea: Ziphiidae)</em>, In: <a title="Marine Mammal Science" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marine_Mammal_Science">Marine Mammal Science</a>, 18(3):609–621 (July 2002)</p>
<p>Taylor, B.L., Baird, R., Barlow, J., Dawson, S.M., Ford, J., Mead, J.G., Notarbartolo di Sciara, G., Wade, P. &amp; Pitman, R.L. 2008. <em>Mesoplodon peruvianus</em>. In: IUCN 2012. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2012.2. &lt;<a href="http://www.iucnredlist.org">www.iucnredlist.org</a>&gt;. Downloaded on <strong>05 November 2012</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schnabelwal-Strandungen durch Sonar (1)?</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2011/12/04/schnabelwal-strandungen-durch-sonar/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 18:51:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meeresschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Schnabelwale]]></category>
		<category><![CDATA[Wale]]></category>
		<category><![CDATA[Sonar]]></category>
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		<description><![CDATA[Schnabelwale sind, neben den Pottwalen, die Tieftaucher unter den Walen. Seit 1996 gibt es immer wieder weltweit Massenstrandungen von Schnabelwalen und anderen Walarten zeitgleich mit NATO-Manövern. Seriöse Wissenschaftler machen die moderne Sonartechnik der NATO für den vielfachen Waltod verantwortlich: das Low Frequency Active Sonar (LFAS), das über große Entfernungen und bin in große Tiefen U-Boote [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Schnabelwale sind, neben den Pottwalen, die Tieftaucher unter den Walen.<br />
Seit 1996 gibt es immer wieder weltweit Massenstrandungen von Schnabelwalen und anderen Walarten zeitgleich mit NATO-Manövern. Seriöse Wissenschaftler machen die </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">moderne Sonartechnik der NATO für den vielfachen Waltod verantwortlich: das Low Frequency Active Sonar (LFAS), das über große Entfernungen und bin in große Tiefen U-Boote orten soll.</span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Am 30.11.2011 sind im Mittelmeer wieder drei der seltenen Cuvier-Schabelwale (<em>Ziphius cavirostris</em>) gestrandet und verendet.</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der griechische Wissenschaftler Dr. Alexandros Frantzis, der sich seit über 10 Jahren mit dem mutmaßlich durch LFAS verursachten Waltod beschäftigt, hat am 01.12.2011 die Europäischen Walforscher der ECS (ECS: European Cetacean Society) über diese Strandungen informiert. Zum zweiten Mal innerhab eines sehr kurzen Zeitraums ist die kleine Population der Cuvier-Schnabelwale der Ionischen See betroffen, die letzte Strandung war im Februar 2011 (Quelle: Diskussion der ECS-discussion list).<span id="more-231"></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mittlerweile ist bekannt geworden, dass auch diesmal ein Marine-Manöver in dem entsprechenden Seegebiet stattgefunden hat: Nach Aussage von</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Dr. Michael Jasny, Senior Policy Analyst, Natural Resources Defense Council vom 02.12.2011 hat an d</span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">em Manöver mindestens eine italienische Fregatte mit zwei aktiven Sonarsystemen aus US-Navy-Produktion teilgenommen (Quelle: Diskussion der ECS-discussion list).</span> <!--more--></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Alexandros Frantzis hält sowohl militärisch genutztes Sonar als auch die zivile seismische Erkundung (z. B. in der Ölsuche) für eine akute Gefahrenquelle in dem Meeresgebiet der östlichen Ionischen See (Hellenic Trench) mit seinen tief tauchenden Walarten: Nach Frantzis ist die kleine Population der Cuvier-Schnabelwale der Ionischen See durch die Strandungen der letzen Jahre ernsthaft in ihrem Bestand gefährdet. Seit 2007 wird von </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">ACCOBAMS die</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"> Einrichtung eines Schutzgebiets in diesem Meeresgraben gefordert </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">(ACCOBAMS: </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Agreement on the Conservation of Cetaceans of the Black Sea, Mediterranean Sea and Contiguous Atlantic Area -</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><em>Übereinkommen zum Schutz der Wale des Schwarzen Meeres, des Mittelmeeres und der angrenzenden Atlantischen Zonen).</em></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><em><strong><br />
</strong></em></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Leider, so Frantzis, ist diese Forderung bis heute nicht umgesetzt worden.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der international renommierte italienische Wal-Experte Dr.</span><span style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Giuseppe Notarbartolo di Sciara </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">hat sofort nach dem Bekanntwerden der Strandungen noch am 02.12.2011 einen Brief an das ACCOBAMS-Sekretariat verfaßt: Er drückt seine Besorgnis aus und fordert das Sekretariat auf, den Schutz der Cuvier-Schnabelwale und anderer Spezies nachdrücklich voranzutreiben (Quelle: Diskussion der ECS-discussion list).</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Schnabelwale – bedroht und geheimnisvoll</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Schnabelwale (Ziphiidae) sind mittelgroßen Zahnwale, sie leben fernab der Küsten in tiefen Gewässern und sind in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Die Schnabelwal-Forschung konnte in den letzten 10 Jahren u. a. durch technische Fortschritte in der Bioakustik große Fortschritte machen: die Tiere können nun akustisch aufgespürt und bei ihren tiefen Tauchgängen verfolgt werden. Sie jagen Tintenfische und Fische, manche Arten können bis 90 Minuten und fast 2000 Meter tief tauchen (Handbook of Marine Mammals, Vol. 4: River Dolphins and the Lagrer Toothed Whales, edt. Ridgway, Harrsion).</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Schnabelwale sind langlebig und haben eine geringe Fortpflanzungsrate, darum sind ihre Bestände sehr klein.<br />
Sie stranden selten und nur vereinzelt an den Küsten. Es gibt weltweit vor 1996 keinen einzigen Nachweis auf eine Massenstrandung dieser Walarten, wie sie etwa von Grindwalen, Pilotwalen und Pottwalen immer bekannt sind und auch aus historischen Quellen über die letzten Jahrhunderte überliefert wurden </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">(</span></span><a title="Podesta et al: A review of Cuvier`s beaked whale strandings in the Mediterranean Sea" href="http://www.nmfs.noaa.gov/pr/health/noise/docs/podesta_mediterranean.pdf" target="_blank"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Podesta et al</span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">: „A review of Cuvier’s beaked whale strandings in the Mediterranean Sea“; </span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><em>J. CETACEAN RES. MANAGE. </em></span></span></a><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a title="Podesta et al: A review of Cuvier`s beaked whale strandings in the Mediterranean Sea" href="http://www.nmfs.noaa.gov/pr/health/noise/docs/podesta_mediterranean.pdf" target="_blank">7(3):251–261, 2006</a>)</span></span></p>
<h4><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Sonar-Aktivitäten und Waltod</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der Cuvier-Schnabelwal lebt unter anderem in europäischen Gewässern, also im Atlantik und Mittelmeer.<br />
1996 fand die erste Massenstrandung dieser Zahnwale an den Stränden der griechischen Inseln statt, 12 Tiere starben.<br />
Die Wale waren an massiven Blutungen im Gehör, Gehirn und der Lunge gestorben. Derartige Verletzungen waren bis dahin bei Walen unbekannt. Sie sind durch panikartiges, extrem schnelles Auftauchen verursacht worden und haben zu schweren, Taucherkrankheits-ähnlichen Symptomen geführt. Die Tiere mußten durch einen äußeren Einfluß in Panik geraten sein. Es gibt keine natürliche Ursache (Meeresbeben, Hai- oder Orca-Angriff,&#8230;), die eine ganze Herde Cuvier-Schabelwale panisch aus dem Ozean fliehen läßt. Frantzis kam nach sorgfältiger Datenanalyse zu dem Ergebnis, dass diese atypische Massenstrandung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in direktem Zusammenhang mit einem NATO-Manöver im gleichen Seegebiet stehen mußte, bei dem ein LFAS-Sonar eingesetzt wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Frantzis Forschungsergebnisse wurden in dem angesehenen Wissenschaftsmagazin in Nature veröffentlicht ( </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><em>Nature</em></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong> 392</strong></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">, 29 (5 March 1998) | doi:10.1038/3206; </span><span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=search&amp;term=Frantzis+A"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">A. Frantzis: &#8220;Does acoustic testing strand whales?&#8221; Scientific Correspondence); http://en.wikipedia.org/wiki/Marine_mammals_and_sonar). </span></a></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Seine Arbeit wurde von vielen anderen internationalen Fachkollegen als seriös und korrekt in den Schlußfolgerungen bewertet. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mittlerweile sind weltweit von verschiedenen unabhängigen Wissenschaftlern &#8211; Biologen und Tierärzten &#8211; weitere Massenstrandungen von Schnabelwalen und anderen Spezies untersucht worden. Sie haben Frantzis Hypothese immer wieder bestätigt: Das LFA-Sonar treibt die Wale durch extrem laute Ortungs-Geräusche zu einem panischen “Notaufstieg“: Die Tiere leiden dabei so stark, dass sie versuchen, aus dem Wasser zu fliehen. Sie verenden grausam mit zerstörten Innenohren und inneren Blutungen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der auf Wale spezialisierte Tierarzt Dr. Paul Jepson hat in viele Sektionen die schweren Verletzungen bei verschiedenen Arten analysiert und dokumentiert.<br />
Mittlerweile sind regelmäßig Strandungen mehrerer Schnabelwale aus dem Atlantik (Kanarische Inseln), dem Mittelmeer (griechische Inseln und Italienische Gewässer), dem Pazifik (Hawaii) zu verzeichnen, die eine zeitliche Korrelation mit NATO-Manövern und LFAS-Einsatz haben.<br />
Das Milität weist einen Zusammenhang des Sonar-Einsatzes und des Waltods natürlich rigoros zurück.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Auswahl weiterer Quellen:</strong></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Podesta et al: A review of Cuvier’s beaked whale strandings in the Mediterranean Sea, </span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><em>J. CETACEAN RES. MANAGE. </em></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">7(3):251–261, 2006</span></span></p>
<p><span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nmfs.noaa.gov/pr/health/noise/docs/podesta_mediterranean.pdf"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">http://www.nmfs.noaa.gov/pr/health/noise/docs/podesta_mediterranean.pdf</span></span></a></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Cox, T.M., T.J. Ragen, A.J. Read, E. Vos, R.W. Baird, K. Balcomb, J. Barlow, J. Caldwell, T. Cranford, L. Crum, A. D’Amico, G. D’Spain, A. Fernández, J. Finneran, R. Gentry, W. Gerth, F. Gulland, J. Hildebrand, D. Houser, T. Hullar, P.D. Jepson, D. Ketten, C.D. MacLeod, P. Miller, S. Moore, D. Mountain, D. Palka, P. Ponganis, S. Rommel, T. Rowles, B. Taylor, P. Tyack, D. Wartzok, R. Gisiner, J. Mead, L. Benner. (2006) Understanding the Impacts of Anthropogenic Sound on Beaked Whales. </span></span><em><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Journal of Cetacean Research and Management</span></span></em><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">7</span></span></strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">: 177-187. </span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Rommel, S.A., Costidis, A.M., Fernandez, A., Jepson, P.D., Pabst, A., McLellan, W., Houser, D.S., Cranford, T., van Helden, A., Allen, D. and Barrows, N. (2006) Elements of Beaked Whale Anatomy and Diving Physiology, and Some Hypothetical Causes of Sonar-related Stranding. </span></span><em><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Journal of Cetacean Research and Management</span></span></em><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">7</span></span></strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">: 189-209.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Jepson, P.D., Deaville, R., Patterson, I.A.R., Pocknell, Ross, H.M., Baker, J.R., Howie, F.E., Reid, R.J., Colloff, A. and Cunningham, A.A. (2005) Acute and chronic gas bubble lesions in cetaceans stranded in the United Kingdom. </span><em><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Veterinary Pathology</span></em><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;">42</span></strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;">: 291-305.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Jepson, P.D., Arbelo, M., Deaville, R., Patterson, I.A.R., Castro, P., Baker, J.R., Degollada, E., Ross, H.M., Herráez, P., Pocknell, A.M., Rodriguez, E., Howie, F.E., Espinosa, A., Reid, R.J., Jaber, J.R., Martin, V., Cunningham, A.A., and Fernandez, A. (2003) Gas-bubble lesions in stranded cetaceans. </span></span><em><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nature</span></span></em><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">425</span></span></strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">: 575-576. </span></span></p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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