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	<title>meertext &#187; Film</title>
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	<description>Navigation im Meer der Worte</description>
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		<title>Rezension: „Unsere Ozeane“ – Der Film</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 08:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Ozean]]></category>

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		<description><![CDATA[Theater des Ozeans Der französische Grandseigneur der Dokumentarfilmer Jacques Perrin und sein Kollege Jacques Cluzaud haben einen großartigen Film zu einem großartigen Thema geschaffen. Beide sind erfahren im Umgang mit dokumentarischen Stoffen und sehr großen, visionären Projekten. Der Filmtitel „Unsere Ozeane“ verrät dem aufmerksamen Kinobesucher bereits, dass es nicht um EINEN Ozean, sondern um DIE [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Theater des Ozeans</strong></h3>
<p>Der französische Grandseigneur der Dokumentarfilmer <a title="Jacques Perrin" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jacques_Perrin" target="_blank">Jacques Perrin</a> und sein Kollege <a title="Jacques Cluzaud" href="http://www.imdb.com/name/nm0167384/" target="_blank">Jacques Cluzaud</a> haben einen großartigen Film zu einem  großartigen Thema geschaffen.<br />
Beide sind erfahren im Umgang mit dokumentarischen Stoffen und sehr  großen, visionären Projekten.</p>
<p>Der Filmtitel „Unsere Ozeane“ verrät dem aufmerksamen Kinobesucher  bereits, dass es nicht um EINEN Ozean, sondern um DIE OZEANE geht.<br />
Perrin lässt tatsächlich die Weltmeere mit ihrer Vielzahl von  Ökosystemen an den Augen des Betrachters vorbeiziehen, mit  atemberaubenden Einstellungen und pulsierend vor Leben.<span id="more-17"></span></p>
<p>Ein langer Streifzug durch die Ozeane, zwischen <strong>Oberfläche  und Tiefsee, vom Nordpol bis zum Südpol, bis hinein in die  Flussmündungen</strong>.</p>
<p>Perrin und Cluzaud haben ein „Opus magnus oceanus“ komponiert, auf  dessen Bühne  die Akteure, mehr als 80 verschiedene Spezies, vor  aufsehenerregenden Bühnenbildern „auftreten“.<br />
Der Film ist abwechslungsreich in seinem Wechsel von Emotionen und  Perspektiven.<br />
Die <strong>großen feuchten Augen junger Seelöwen</strong> zielen direkt  ins Herz der Zuschauer.<br />
Die <strong>furchterregende Phalanx eines über den Meeresboden  marschierenden Seespinnenheeres</strong> wirkt unheimlich und  faszinierend zugleich.Und der ins ewige Blau davon schwebende  Rochenschwarm lädt ein zum schwerelosen Träumen.</p>
<p>Zwei parallele zeitliche Erzählschienen stellen den heutigen Ozean  mit seiner Verletzlichkeit neben den scheinbar unüberwindlichen und  unverwundbaren Ozean der  Vergangenheit.<br />
Die Vieldimensionalität der Ozeane haben Perrin und Cluzaud zusätzlich  durch den Blick aus dem Weltall erweitert. Die Europäische  Raumfahrtagentur ESA ist ein Sponsor des Filmes (s. u.).</p>
<h3><strong>Die musische Seite des Meeres</strong></h3>
<p>Dieser epische Dokumentarfilm hat Zeit.<br />
Neben der sehr langen Vorbereitungs- und Drehzeit, nimmt sich auch der  Film selbst Zeit.<br />
Natürlich gibt es schnelle Schnitte: Ein Fischkarussel dreht sich mit  schwindelerregender Geschwindigkeit.<br />
Eine Gruppe Delphine, rasend schnelle Silhouetten, stößt in den  Fischschwarm hinein.<br />
Basstölpel stürzen sich aus der Luft auf einen Sardinenschwarm unter der  Meeresoberfläche, die Schnäbel wie Lanzen gereckt.<br />
Und dann gibt es wieder diese Szenen, in denen die Kamera losgelöst vom  irdischen Zeitgefühl in der Strömung treibende Medusen wie ein gläsernes  Ballet scheinbar in Zeitlupe geduldig verfolgt.</p>
<p>Meeresszenen werden theatralisch inszeniert, die Kamera wird zur  Geschichtenerzählerin. Gewaltige Bilder aus dem Ozean aus ungewohnten  Perspektiven werden theatralisch eingefangen und entwickeln ihre eigenen  Erzählstränge.</p>
<p>Die ozeanische Reise wird mit einer außergewöhnlichen Geräuschkulisse  unterlegt:<br />
Die Geräusche des Ozeans und seiner Bewohner und eigens für diesen Film  komponierter Musik.</p>
<h3><strong>Aus höchsten Höhen in tiefste Tiefen</strong></h3>
<p>Perrin hat sein gigantisches Filmprojekt mit Hilfe von Sponsoren  umgesetzt. Sie reichen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und  Reaktorsicherheit, über EDEKA, die Senckenbergische Naturforschende  Gesellschaft und Weleda bis zu SeaLife. Eine beeindruckende Ansammlung  von öffentlichen Einrichtungen und Firmen der Privatwirtschaft.</p>
<p>An dieser Stelle soll ein Sponsor und Partner von „Unsere Ozeane“  vorgestellt werden, der unmittelbar mit modernster Meeres- und  Umweltforschung zusammenhängt und trotzdem vielen Menschen unbekannt  ist: Die E<strong>uropäische Raumfahrtagentur ESA (European Space  Agency)</strong>.<br />
ESA ist ein besonders wichtiger Sponsor und Partner von Perrins  Filmprojekt. Die Europäische Raumfahrtbehörde betreibt u. a. mehrere  Satelliten zur Erforschung der Meere und des Klimas.<br />
Der Start des Films war auf den <strong>Start von CryoSat-2 in Baikonur</strong> geplant, der aufgrund technischer Probleme leider auf den 08.04.2010  verschoben werden musste.Der Start am 08.04. ging dann glatt, seit  13.04. sendet CryoSat-2 die ersten Daten.Ziele der Mission sind  Messungen der arktischen und antarktischen Eisbedeckung und ihrer  zyklischen Veränderungen. CryoSat-2 ist Teil des umfangreichen <strong>ESA-Programms  „Living Planet</strong>“.<br />
Andere Satelliten des „Living Planet“-Programmes messen z. B. elementar  wichtige Parameter wie Salinität, Magnetfeld und Meeresspiegel.</p>
<p><strong>Meine ganz persönliche Meinung zum Film</strong></p>
<p>Meine ganz persönliche Meinung:<br />
Trotz der phantastischen Bilder, die durch die neu entwickelten Kameras  war für mich wenig wirklich Neues dabei.<br />
Eine ganze Reihe von Szenen waren mir aus anderen Filmen noch zu gut im  Kopf:<br />
Ein Orca jagt am chilenischen Strand Seelöwen, im Benguela-Strom wird  ein Fischschwarm durch Furchenwale, Delphine, Basstölpel, größere  Fische, Haie,… aufgefressen, ….<br />
Diese Szenen waren bereits in der grandiosen BBC-Produktion  „Unser  blauer Planet“   zu sehen. Der ja auch schon epochal war.</p>
<p>„Unsere Ozeane“ ist wenig kommentiert.<br />
Das ist einerseits sehr gut. Viele brillante Dokumentarfilme sind durch  sachlich falsche oder schlecht übersetzte Kommentare verdorben worden.<br />
Es bleibt allerdings die Frage, ob der Film in seiner Tiefe von Laien  erfasst werden kann.<br />
Wird jemand von selbst auf die Idee kommen, nachzuschlagen?<br />
Kann man dann überhaupt Fragen formulieren, um sie nachzuschlagen?<br />
Geht der hohe Anspruch des Filmes durch die fehlende Unterweisung nicht  verloren?<br />
Für die meisten Zuschauer wird der Film dadurch wohl eher ein  ästhetisches Schauspiel bleiben.</p>
<p>Statt mit Kommentaren ist „Unsere Ozeane“ mit opulenter Musik  unterlegt.<br />
Die Musik war für meinen Geschmack etwas zu pathetisch und emotional.  Zumal die Verbindung zwischen „Film über Ozean“ und „Musik“ schon von  Luc Besson in „Atlantis“ in großen poetischen Bildern umgesetzt wurde.  Wobei Besson mit „Atlantis“ nie einen höheren didaktischen Anspruch  angestrebt hatte.</p>
<h3><strong>Ein Dokumentarfilm mit mächtigen Bildern und einer subtilen  Botschaft</strong></h3>
<p>Perrin zeigt in „Océans“ sein ganz persönliches Anliegen:<br />
Die Ozeane auch seinem Sohn verständlich zu machen und für ihn zu  bewahren, stellvertretend für alle Menschen der Welt und ihre Kinder.</p>
<p>Hoch brisante Themen, die nicht zuletzt durch die letzte  Artenschutz-Konferenz in Doha wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit  traten, werden eingebettet in die magischen Bilder des Meeres. Die  Probleme erscheinen dadurch nicht kleiner, werden aber subtil  präsentiert: Man kann die Augenweide des Films genießen und hat die  Themen Überfischung, Umweltverschmutzung und Artensterben trotzdem im  Blickwinkel. Ohne, dass der Filmgenuss dadurch verdorben wird.</p>
<p>Ein sehenswerter Film.<br />
Zum Schwelgen und Weiterdenken.<br />
Auch wenn schon wieder nicht die Frage beantwortet werden konnte, warum  Buckelwale diesen unerklärlichen Zwang zum Hüpfen („Breaching“) haben…</p>
<p>Bettina Wurche</p>
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