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	<title>meertext &#187; Ölpest Golf von Mexiko</title>
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		<title>Zusammenhang zwischen der Ölpest in 2010 und Delphinsterben in 2011 im Golf von Mexiko?</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 09:17:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu Beginn des Jahres 2011 strandeten an der Küste des Golfs von Mexiko ungewöhnlich viele tote Delphine: Zwischen Januar und April 2011 waren es 186 Große Tümmler (Tursiops truncatus), davon waren 86 perinatale Kälber („Perinatal“ ist der Zeitpunkt um den Geburtstermin herum.) Jetzt kommt eine erste wissenschaftliche Aufarbeitung: “Were Multiple Stressors a ‘Perfect Storm’ for [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Beginn des Jahres 2011 strandeten an der Küste des Golfs von Mexiko ungewöhnlich viele tote Delphine: Zwischen Januar und April 2011 waren es 186 Große Tümmler (<em>Tursiops truncatus</em>), davon waren 86 perinatale Kälber („Perinatal“ ist der Zeitpunkt um den Geburtstermin herum.)<br />
Jetzt kommt eine erste wissenschaftliche Aufarbeitung: <a title="PLoS:Carmichael et al: Were multiple stressors a &quot;Perfect Storm&quot; for Northern Gulf of Mexico Bottlenose Dolphins [...]&quot;" href="http://www.ens-newswire.com/ens/mar2012/2012-03-30-091.html" target="_blank"><strong>“Were Multiple Stressors a ‘Perfect Storm’ for Northern Gulf of Mexico Bottlenose Dolphins (<em>Tursiops truncatus</em>) in 2011?”</strong> von Carmichael et al</a> im Online-Wissenschaftsmagazin PLoS. („Waren multiple Stress-Faktoren der „Perfekte Sturm“ für Großen Tümmler des Nördlichen Golf von Mexiko?“)</p>
<p>Die Untersuchungen beziehen sich auf die Totfunde an den Küsten der US-Bundesstaaten Alabama, Florida, Louisiana und Mississippi.<br />
Der Titel „Perfect Storm“ bezieht sich auf den gleichnamigen Roman von Sebastian Junger, in dem durch die Verkettung vieler unglücklicher Umstände letztendlich ein gewaltiger Sturm zum Untergang des Schwertfischfängers „Andrea Gail“ führt.</p>
<p>Die Strandungsrate von 186 Delphinen in vier Monaten ist signifikant höher als normal. Normalerweise werden<a title="NOAAA: study shows some gulf dolphins severely ill" href="http://www.gulfspillrestoration.noaa.gov/2012/03/study-shows-some-gulf-dolphins-severely-ill/" target="_blank"> durchschnittlich 74 tote Delphine </a>jährlich angespült. Ebenfalls ungewöhnlich ist der extrem hohe Anteil perinataler Kälber. Perinatal ist der Zeitpunkt nahe um den natürlichen Geburtstermin, bei Großen Tümmlern wird er durch die Länge von 115 cm definiert. Diese Tiere sind entweder Neugeborene oder voll entwickelte Totgeborene.<span id="more-281"></span></p>
<p>Die Autoren benennen drei verschiedene Ursachen, die als Gründe für die sehr hohe Delphinsterblichkeit 2011 in Frage kommen:</p>
<ol>
<li>Die außergewöhnlich niedrigen Wassertemperaturen</li>
<li>Einen erhöhten Süßwasserzustrom wegen der starken Schneeschmelze</li>
<li>DWHOS (Deepwater Horizon MC 252 oil spill) in 2010</li>
</ol>
<p>Die niedrigen Wassertemperaturen und der erhöhte Süßwasserzustrom fielen  regional und zeitlich in den Zeitraum der erhöhten Delphinsterblichkeit und werden als direkte mögliche Stressfaktoren diskutiert.<br />
Ozeanographen hatten dazu umfassendes Datenmaterial geliefert, das Carmichael et al ausführlich und mit zahlreichen graphischen Darstellungen in einen engen Kontext mit dem Delphinsterben setzen.<br />
Erst auf Seite 9 steht dann in wenigen Worten, dass Delphine in guter körperlicher Verfassung derartige Abkühlungen des Umgebungswassers gut vertragen können. Zurzeit gibt es nicht einen einzigen Hinweis darauf, dass jemals Delphine an niedrigen Wassertemperaturen gestorben sind.<br />
Die Delphine im Golf von Mexiko sind aber in keiner guten körperlichen Verfassung.  Ein <a title="NOAA: Study shos some gulf dolphins severely ill" href="http://www.gulfspillrestoration.noaa.gov/2012/03/study-shows-some-gulf-dolphins-severely-ill/" target="_blank">Gesundheitscheck unter 50 der dort ansässigen Delphine </a>ergab, dass die Tiere gesundheitlich in schlechtem Zustand waren. Demnach litten mehr als die Hälfte der untersuchten Großen Tümmler an</p>
<ul>
<li>Anämie</li>
<li>Unterernährung</li>
<li>Leber- und Lungenschäden</li>
<li>einem insgesamt geschwächten Immunsystem</li>
</ul>
<p>Carmichael et al weisen an dieser Stelle darauf hin, dass diese Symptome eventuell Spätfolgen des DWHOS sein könnten, dies aber nicht mit Sicherheit nachweisbar sei.<br />
Die Schlussfolgerung lautet, dass die niedrigen Wassertemperaturen die wesentliche, wenn auch vielleicht nicht einzige Ursache des Delphinmassensterbens mit dem sehr hohen Anteil von Neugeborenen 2011 sei.<br />
Insgesamt sei weitere Forschung nötig.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
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		</item>
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		<title>Pottwale meiden Deepwater Horizon</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2012/04/17/pottwale-meiden-deepwater-horizon/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 06:54:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meeresschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Ölpest Golf von Mexiko]]></category>
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		<description><![CDATA[Pottwale (Physeter macrocephalus) sind gewaltige graue Kolosse, die in allen Weltmeeren leben. Die tief tauchenden Wale schwimmen den größten Teil des Jahres überwiegend nach Geschlechtern getrennt: Die Männchen halten sich in den nahrungsreichen subpolare und polaren Gewässern auf, und die Weibchen und Jungtiere leben in sozialen Gemeinschaften in wärmeren Gewässern. Auch im Golf von Mexiko [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Pottwale (<em>Physeter macrocephalus</em>) sind gewaltige graue Kolosse, die in allen Weltmeeren leben. Die tief tauchenden Wale schwimmen den größten Teil des Jahres überwiegend nach Geschlechtern getrennt: Die Männchen halten sich in den nahrungsreichen subpolare und polaren Gewässern auf, und die Weibchen und Jungtiere leben in sozialen Gemeinschaften in wärmeren Gewässern. Auch im Golf von Mexiko gibt es eine große Pottwal-Population. Während der verheerenden Ölpest nach der Explosion der Deepwater Horizon vor fast zwei Jahren waren zwei tote Pottwale angespült worden.</p>
<p>Durch ihre Lebensweise im offenen Ozean und ihre langen und tiefen Tauchgänge sind Pottwale schwierig zu beobachten. Darum nutzen Wissenschaftler für die Untersuchung ihrer Verbreitungsgebiete und Bestände oft akustische Methoden, mit denen sie die Lautäußerungen der Tiere verfolgen.<br />
Pottwale haben keine „Gesänge“ oder andere komplexe Lautäußerungen wie viele andere Wale, diese größten Zahnwale geben vor allem so genannte “clicks“ ab.</p>
<p>Eine Arbeitsgruppe der Universität Louisiana hat die Laute der Pottwale im Golf von Mexiko mit einem passiven akustischen Survey untersucht: <span id="more-263"></span><br />
Dazu wird ein Netz oder eine Kette aus Bojen mit Hydrophonen (Unterwassermikrophonen) im Wasser aufgestellt. Diese Hydrophone nehmen dann die Laute der Wale auf. Aus den Lauten können Spezies, Anzahl, Wassertiefe und Fortbewegung bestimmt werden, das ermöglicht wichtige Informationen zum Bestand und der Verbreitung der Wale.</p>
<p>Solche passiven akustischen Surveys sind zuverlässig, da witterungsunabhängig, und wesentlich kostengünstiger als Bestandsschätzungen von Schiffen oder Flugzeugen aus. Der Louisiana-Pottwalbestand ist 2001, 2002, 2007 und 2010 untersucht worden. Die Daten aus den Jahren 2007 und 2010 ermöglichen den Vergleich des Pottwalbestands vor und nach der Explosion der Deepwater Horizon. Die statistische Auswertung von Bojen, die 9 bzw. 25 Meilen vom Standort der explodierten Bohrinsel entfernt sind, ergibt klar: Die akustische Aktivität der Pottwale im Bereich der 9-Meilen Boje ist um den Faktor zwei zurückgegangen. Dafür hat die akustische Aktivität im Bereich der 25 Meilen entfernten Boje signifikant zugenommen.</p>
<p>Das ist für die Wissenschaftler ein klarer Hinweis darauf, dass die Pottwal-Population sich von der havarierten Bohrinsel weg bewegt hat.</p>
<p>Über die genauen Gründe dieser Ausweichbewegung kann bisher nur spekuliert werden: Möglicherweise sind die Kalmare, die Nahrung der Pottwale, weiter gezogen. Und die Wale sind ihrem Lieblingsessen dann einfach gefolgt.</p>
<p><em>Quelle:</em></p>
<p>Azmy S. Ackleh<sup>1</sup>, George E. Ioup<sup>2</sup>, Juliette W. Ioup<sup>2</sup>, Baoling Ma<sup>1</sup>, Joal J. Newcomb<sup>3</sup>, Nabendu Pal<sup>1</sup>, Natalia A. Sidorovskaia<sup>4</sup>, and Christopher Tiemann<sup>5</sup>: “<a title="Assessing the Deepwater Horizon oil spill impact on marine mammal population through acoustics: Endangered sperm whales" href="http://asadl.org/jasa/resource/1/jasman/v131/i3/p2306_s1?isAuthorized=no" target="_blank">Assessing the Deepwater Horizon oil spill impact on marine mammal population through acoustics: Endangered sperm whales</a>”. J. Acoust. Soc. Am. Volume 131, Issue 3, pp. 2306-2314 (2012);</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ölpest: Wann ist die Ölpest „zu Ende“?</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2011/05/05/olpest-wann-ist-die-olpest-%e2%80%9ezu-ende%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meeresschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit Beginn der Ölkatastrophe hat die US-amerikanische Behörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Agency), für die auch viele Spezialisten zur Erforschung des Ozeans arbeiten, zahlreiche kleinere Forschungsschiffen in das verschmutzten Seegebiet entsendet, um Daten zu sammeln. Obwohl mit Hochdruck gearbeitet wird, wird die Auswertung dieser Daten dauern, denn die Ergebnisse müssen wissenschaftlich hieb- und stichfest [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Beginn der Ölkatastrophe hat die US-amerikanische Behörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Agency), für die auch viele Spezialisten zur Erforschung des Ozeans arbeiten, zahlreiche kleinere Forschungsschiffen in das verschmutzten Seegebiet entsendet, um Daten zu sammeln.</p>
<p>Obwohl mit Hochdruck gearbeitet wird, wird die Auswertung dieser Daten dauern, denn die Ergebnisse müssen wissenschaftlich hieb- und stichfest sein.<br />
Bereits jetzt steht fest: Seit Beginn der Ölpest sind im Golf von Mexiko signifikant mehr Meerestiere verstorben als in der Zeit davor (Quelle: National Oceanic and Atmospheric Agency).</p>
<p>Die Ölpest und ihre Opfer waren über Monate hinweg Tagesgespräch.<br />
Jetzt ist seit der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko schon ein Jahr vergangen.</p>
<p>Es sterben immer noch Meerestiere.<br />
Wie lange noch?<br />
Ist die Ölkatastrophe in einigen Jahren „beendet“?<br />
Wenn kein Öl mehr an den Stränden zu sehen ist und keine verölten Seevögel mehr in den Ölschlieren des Spülsaums liegen?<br />
Leider nicht. <span id="more-185"></span>Die Langzeitfolgen nach einer Ölkatastrophe auf die Flora und Fauna sind sehr schwierig zu dokumentieren.</p>
<p>Ein Teil der Ökosysteme scheint sich nach Jahrzehnten wieder zu erholen.<br />
Es fehlt an Langzeit-Forschungen, die den Zustand und Bestand von Arten vor und nach einer solchen Katastrophe dokumentieren.<br />
Forschung ist teuer…</p>
<p>Langzeitforschungen werden meistens an Organismen durchgeführt, die für Menschen eine „Wertigkeit“ haben, wirtschaftlich oder immateriell.</p>
<p><strong> „Seafood“</strong>, also etwa Speisefische und Krebse die auf unserem Speisezettel stehen, sind wirtschaftlich bedeutsam.</p>
<p>In einem Ölpest-Areal wird die Fischerei allerdings immer schnell geschlossen, so dass meistens nach der Katastrophe lange Zeit keine oder nur sehr wenig Daten erhoben werden. (<strong>Matkin, C.O et al:</strong><strong> </strong>2008. Ongoing population-level impacts on killer whales <em>Orcinus orca</em> following the &#8216;Exxon Valdez&#8217; oil spill in Prince William Sound, Alaska. <span style="text-decoration: underline;">Marine Ecology Progress Series</span>, 356:269-281.</p>
<p><strong> Wale</strong> haben einen hohen immateriellen Wert, darum werden zumindest manche Arten und Populationen über lange Zeiträume erforscht. Die Schwertwale (<em>Orcinus orca</em>) von British Columbia werden seit langen erforscht, die einzelnen Familienverbände und ihre Mitglieder werden seit Jahrzehnten durch Photoidentifikation individuell erfasst und beobachtet. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit einer genauen Analyse des Bestands über einen langen Zeitraum hinweg.</p>
<p>Die Arbeit „Ongoing population-level impacts on killer whales <em>Orcinus orca</em> following the &#8216;Exxon Valdez&#8217; oil spill in Prince William Sound, Alaska“ von Matkin et al beschreibt die Forschungsergebnisse eines Langzeitprojekts an Orcas vor British Columbia vor und nach der Exxon Valdez-Ölpest:<br />
Die Untersuchung von 2 <em>Orca</em>-Populationen (Pods) 5 Jahre vor und 16 Jahre nach der Exxon Valdez-Ölpest zeigt, dass in beiden Beständen hohe Verluste an Tieren vorliegen. Die Pods haben 33 bzw. 41 %  ihrer Mitglieder verloren, die Geburtenraten bleiben nach der Ölkatastrophe niedrig. Die Gruppengröße hat sich bei beiden seitdem nicht erholt, sondern verringert sich weiterhin. Beide Pods sind unmittelbar mit dem Öl in Kontakt gekommen.<br />
Die beiden untersuchten <em>Orca</em>-Gruppen sind genetisch und ökologisch voneinander getrennt: der Pod AB ist ein Resident Pod, AT1 ist ein Transient Pod. Die Ölkatastrophe war das einzige verbindende Element.<br />
Bei anderen <em>Orca</em>-Beständen aus angrenzenden Gebieten, die nicht so unmittelbar dem Öl ausgesetzt waren, ist kein derartiger Mitgliederverlust zu beobachten.<br />
Diese Faktenlage deutet nach Matkin und Kollegen sehr stark darauf hin, dass die Exxon Valdez-Ölpest zum Niedergang bzw. Aussterben dieser <em>Orca</em>-Pods geführt hat.</p>
<p>(<strong>Matkin, C.O.</strong>, <strong>Saulitis, E.L.</strong>, <strong>Ellis, G.M.</strong>, Olesiuk, P., Rice, S.D. 2008. Ongoing population-level impacts on killer whales <em>Orcinus orca</em> following the &#8216;Exxon Valdez&#8217; oil spill in Prince   William Sound, Alaska. <span style="text-decoration: underline;">Marine Ecology Progress Series</span>, 356:269-281).</p>
<p>Es ist zu befürchten, dass auch die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko noch über Jahrzehnte Auswirkungen auf die Meeresbewohner haben wird.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ölpest: Wie schadet Erdöl den Meerestieren?</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2011/05/02/olpest-wie-schadet-erdol-den-meerestieren/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 07:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ölpest Golf von Mexiko]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Kontakt mit Erdöl kann zu schweren Gesundheitsschäden führen. Erdöl und seine Produkte enthalten zahlreiche toxische, teilweise Krebs erregende  Komponenten. Dazu reicht meistens schon einkurzzeitiger Kontakt. Das Oiled Wildlife Care Network (USA) gibt eine kurze Übersicht der gesundheitlichen Gefahren für Meerestiere durch Erdöl. Hautkontakt mit Erdöl: Öl (auch Salatöl!) verklebt Federn und Fell. Fell und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kontakt mit Erdöl kann zu schweren Gesundheitsschäden führen. Erdöl und seine Produkte enthalten zahlreiche toxische, teilweise Krebs erregende  Komponenten. Dazu reicht meistens schon einkurzzeitiger Kontakt. Das <a title="UCDavis Scholof Medicine" href="http://www.vetmed.ucdavis.edu/owcn/oiled_wildlife/index.cfm" target="_blank">Oiled Wildlife Care Network</a> (USA) gibt eine kurze Übersicht der gesundheitlichen Gefahren für Meerestiere durch Erdöl.</p>
<p><strong>Hautkontakt mit Erdöl:</strong></p>
<ul>
<li>Öl (auch Salatöl!) verklebt Federn und Fell. Fell und Federn verlieren ihre isolierende Wirkung. See-Otter und Seevögel unterkühlen und können an dem Energieverlust sterben. Federn verlieren außerdem ihren Auftrieb und ihre Flugfähigkeit. Die Vögel können nicht mehr fliegen und schwimmen.</li>
<li>Öl und Öldämpfe verletzen die empfindlichen Augen, schlimmstenfalls werden die Tiere blind.</li>
<li>Öl führt zu Irritationen der Haut und Schleimhäute in Mund und Nase</li>
<li>Durch die Haut werden karzinogene Bestandteile des Öls aufgenommen, die Organschäden und letztendlich zu Organversagen führen können. Besonders häufig sind schwere Leberschäden. Die Anzahl der roten Blutkörperchen wird vermindert.<span id="more-181"></span></li>
</ul>
<p><strong>Verschlucken von Erdöl:</strong></p>
<ul>
<li>Die giftigen Komponenten des Öls können durch Verschlucken oder Nahrungsaufnahme verölter Pflanzen und Tiere konzentriert aufgenommen werden. Sie können zu Organschäden und letztendlich zu Organversagen führen. Besonders häufig sind schwere Leberschäden.</li>
<li>Gifte werden im Körper angereichert und an neu geborene oder gesäugte Jungtiere weitergegeben.</li>
<li>Das Immunsystem der Tiere wird beeinträchtigt. Damit werden sie besonders anfällig für Bakterien- und Pilzinfektionen. Die Anzahl der roten Blutkörperchen wird vermindert.</li>
<li>Öl verklebt die Kiemen von Fischen und Barten von Bartenwalen. Dadurch wird die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt.</li>
</ul>
<p><strong>Einatmen von Erdöl oder dessen Dämpfen</strong></p>
<ul>
<li>Öldämpfe beschädigen die Lungen und Atemwege Lungen atmender Tiere (Wale, Vögel und Schildkröten). Es kann zu Lungenentzündungen und Emphysemen führen und den Tod der Tiere verursachen.</li>
</ul>
<p><strong>Weitere Folgen:</strong></p>
<ul>
<li>Vom Öl verklebte oder geschwächte Tiere können verhungern oder werden selbst leichte Beute.</li>
<li>Durch die Beeinträchtigung des Erbguts und den schlechten Zustand der Tiere durch Krankheit und Schwäche ist ihre Fortpflanzungsfähigkeit vermindert. Schlimmstenfalls werden sie unfruchtbar.</li>
<li>Außerdem schädigt Erdöl das Plankton (Eier, Larven, Jungtiere von Fischen und vielen anderen Tiergruppen sowie erwachsene Tiere des Planktons) und zerstört damit die untere Stufe der Nahrungspyramide.</li>
<li>Erdöl verklebt und schädigt Ästuare, Korallenriffe, Seegraswiesen und Mangrovenwälder und damit wichtige Brutgebiete für viele Fische und Krebstiere. Dadurch schädigt das Öl auch nachfolgende Generationen.</li>
</ul>
<p>Beobachtungen haben ergeben, dass Wale, Schildkröten und Walhaie dem Öl nicht ausweichen sondern einfach hindurch schwimmen.<br />
Dabei geraten sie in unmittelbaren Hautkontakt mit den schmierigen Schlieren. Die an der Wasseroberfläche schwimmenden Tiere atmen dabei auch die toxischen Dämpfe ein.</p>
<p>Bettina Wurche</p>
<p><em>Quellen:</em></p>
<p><em>Oiled Wildlife Care Network (USA)</em></p>
<p><em><a href="http://www.owcn.org/about-oiled-wildlife/effects-of-oil-on-wildlife">http://www.owcn.org/about-oiled-wildlife/effects-of-oil-on-wildlife</a></em></p>
<h1><em>Australian Maritime Safety Authority (Australien)</em></h1>
<p><em><a href="http://www.amsa.gov.au/marine_environment_protection/educational_resources_and_information/teachers/the_effects_of_oil_on_wildlife.asp">http://www.amsa.gov.au/marine_environment_protection/educational_resources_and_information/teachers/the_effects_of_oil_on_wildlife.asp</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>NOAA</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vortragstermine für 2011 &#8211; &#8220;Jules Verne&#8221; und mehr&#8230;</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2011/04/08/vortrag-vortragstermine-fur-2011-jules-verne-und-mehr/</link>
		<comments>http://blog.meertext.eu/2011/04/08/vortrag-vortragstermine-fur-2011-jules-verne-und-mehr/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 07:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meeresforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Ölpest Golf von Mexiko]]></category>
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		<category><![CDATA[Jules Verne]]></category>
		<category><![CDATA[Meeresschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[An dieser Stelle eine kurze Übersicht über meine Vortragstermine für 2011: 27.08.:  &#8220;Die &#8220;EUROPA“-Expedition: Die 1. vulkanisch-terranische Expedition zum Jupitermond Europa 2115&#8243; in der Old Rocketman Space-Bar in Darmstadt 11.10.: &#8220;BLOWOUT! 2010: Die Explosion der Bohrinsel &#8220;Deepwater Horizon&#8221; und ihre ökologischen Auswirkungen&#8221; (20:00 Uhr, Starkenburg-Sternwarte in Heppenheim) Lesen Sie dazu auch meine Beiträge der Kategorie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>An dieser Stelle eine kurze Übersicht über meine Vortragstermine für 2011:</p>
<p><strong>27.08.:  &#8220;Die &#8220;EUROPA“-Expedition</strong>: Die 1. vulkanisch-terranische Expedition zum Jupitermond Europa 2115&#8243; in der <a title="Old Rocketman Space Bar" href="http://www.old-rocketman.de/" target="_blank">Old Rocketman Space-Bar in Darmstadt</a></p>
<p><strong>11.10.: &#8220;</strong><strong>BLOWOUT! 2010: Die Explosion der Bohrinsel &#8220;Deepwater Horizon&#8221; und ihre ökologischen Auswirkungen&#8221; </strong>(20:00 Uhr, <a title="Starkenburg-Sternwarte" href="http://www.starkenburg-sternwarte.de/index.html" target="_blank">Starkenburg-Sternwarte in Heppenheim</a>)</p>
<p>Lesen Sie dazu auch meine Beiträge der Kategorie &#8220;Ölpest im Golf von Mexiko&#8221;</p>
<p><a title="Termin Vortrag Jules Verne Darmstadt" href="http://www.eb-mineralienclub.de/html/termine.htm" target="_blank"><strong>24.10: &#8220;Jules Verne und die Entdeckung der Meeresforschung&#8221; </strong>(20:00 Uhr; &#8220;Haus der Vereine&#8221;in Darmstadt-Eberstadt</a></p>
<p>Lesen Sie dazu auch den Meertext-Beitrag <a title="Jules Verne und die Entdeckung der Meeresforschung" href="http://blog.meertext.eu/2010/10/09/meeresforschung-jules-verne-und-die-entdeckung-der-meeresforschung-vortrag/">&#8220;Jules Verne und die Entdeckung der Meeresforschung&#8221;</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ölpest: Das lange Sterben der Wale</title>
		<link>http://blog.meertext.eu/2011/03/15/olpest-das-lange-sterben-der-wale/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 16:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meeresschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Ölpest Golf von Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Ozean]]></category>
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		<category><![CDATA[Exxon Valdez]]></category>
		<category><![CDATA[Golf von Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Ölpest]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Exxon Valdez: Ölpest im Prince-William-Sound 1989 havarierte der Supertanker &#8220;Exxon Valdez&#8221; im Prince-William-William-Sund. 42 Millionen Liter Rohöl verursachten die schlimmste Ölpest der US-Geschichte. Diese Ölpest scheint in den Köpfen der Menschen längst vergessen zu sein. Zu Unrecht. Ihre Folgen dauern bis heute an. In der aktuellen Ausgabe von &#8220;Bild der Wissenschaft&#8221; beschäftigt sich mein Beitrag [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Exxon Valdez: Ölpest im Prince-William-Sound</strong></p>
<p>1989 havarierte der Supertanker &#8220;Exxon Valdez&#8221; im Prince-William-William-Sund. 42 Millionen Liter Rohöl verursachten die schlimmste Ölpest der US-Geschichte. Diese Ölpest scheint in den Köpfen der Menschen längst vergessen zu sein.<br />
Zu Unrecht.<br />
Ihre Folgen dauern bis heute an.</p>
<p>In der aktuellen Ausgabe von &#8220;Bild der Wissenschaft&#8221; beschäftigt sich mein Beitrag &#8220;Leben und Sterben im Orca-Clan&#8221; mit dem Niedergang zweier alaskanischer Orca-Familien,  die Opfer der Ölpest wurden. Die Resident-Familie AB und und die Transient-Familie AT 1. Beide Clans verloren unmittelbar nach dem Tankerunglück und in den Jahren danach viele Familienmitglieder. Mehr als 20 Jahre danach steht fest: Die Familie AB erholt sich langsam, sie wird überleben. Für den AT1-Clan sieht es schlechter aus. Der Walforscher Craig Matkin von der Umweltschutzorgansiation <a title="North Gulf Oceanic Society" href="http://www.whalesalaska.org/index.html" target="_blank">North Gulf Oceanic Society</a> befürchtet ihr Aussterben, wie er 2008  in seiner Publikation <a title="Matkin et al Ongoing population-level impacts in killer whales ... " href="http://www.whalesalaska.org/docs/matkin-et-al-2008-meps.pdf" target="_blank">&#8220;Ongoing population-level impacts in killer whales Orcinus orca following the Exxon Valdes oil spill in Prince William-Sound, Alaska&#8221;</a> <img src="file:///C:/DOCUME%7E1/Rainer/LOCALS%7E1/Temp/moz-screenshot.png" alt="" />stichhaltig begründete.</p>
<p>Eine Ölpest ist nicht zu Ende, wenn sie in den Medien nicht mehr präsent ist.<span id="more-157"></span></p>
<p><strong>Deepwater Horizon: Ölpest im Golf von Mexiko</strong></p>
<p>Die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko hat bis jetzt schon weit über 100 Meeressäugetiere getöten, die unmittelbar nach der Explosion der Bohrinsel &#8220;Deepwater Horizon&#8221; tot an die Strände gespült wurden.<br />
Im BdW-Beitrag geht es in erster Linie um die Auswirkungen der Ölpest auf die Pottwale. Nach Berechnungen von Wissenschaftlern würden bereits drei zusätzlich durch anthropogene Einwirkungen getötete Pottwale reichen, um die gesamte Population von derzeit etwa 1600 Tieren langfristig zu gefährden.<br />
Mittlerweile ist nach Angaben der NOAA ein <a title="NOAA fact sheet " href="http://www.nmfs.noaa.gov/pr/health/oilspill/mammals.htm" target="_blank">zweiter toter Pottwal </a>angespült worden. Da Pottwale fernab der Küsten leben, ist anzunehmen, dass nicht jedes verstorbene Tier angespült wird, die meisten dürften eher im Meer versinken.</p>
<p>Zur Zeit bekommen die Delphine im Golf von Mexiko ihren Nachwuchs. In diesem Jahr sind bereits <a title="Institute for Marine Mammal Studies" href="http://www.imms.org/Article_2011_Feb_21CalvesStrand.php" target="_blank">17 Totgeburten bzw. nach der Geburt verstorbene Kälber</a> an den Stränden gefunden worden. Nach Aussagen des Institutes for Marine Mammal Studies ist das eine abnorm hohe Zahl. Auch wenn zur Zeit noch kein Nachweis für einen Zusammenhang mit der Ölpest vorliegt, ist nach Aussagen der Wissenschaftler des Instituts ein Zusammenhang mehr als wahrscheinlich.<br />
Weiterhin sind in diesem Jahr auch bei erwachsenen Delphinen besonders viele Todesfälle zu beklagen.</p>
<p>Der von anderen Wissenschaftlern postulierte Zusammenhang mit einem Einstrom kalten Wassers oder  Morbillivirus-Infektionen erscheint mir angesichts der erwiesenen gesundheitlichen Schädigungen der Delphine durch eine massive Ölpest und die Durchseuchung der gesamten Nahrungskette absolut lächerlich.<br />
Sicherlich sind geschwächte Tiere (und durch Ölverseuchung wird schließlich auch das Immunsystem gecshädigt) eher anfällig, um letztendlich durch eine zusätzliche Infektion oder eine starke Abkühlung zu sterben.<br />
Aber es darf auf keinen Fall vernachlässigt werden, dass hier eine Ölpest stattgefunden hat. Und dass deren Auswirkunge, auch wenn sie nicht im Einzelfall nachzuweisen sind, noch über Jahrzehnte nachwirken werden.</p>
<p>Es gehört zur Verantwortung eines Wissenschaftlers, nicht zu Gunsten der Ölindustrie und der Regierung die katastrophalen ökologischen Folgen der Erdölexploration und -förderung wegzureden.</p>
<p><em>Bettina Wurche</em></p>
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		<title>Ölpest Golf von Mexiko: Welche Meerestiere sind von der Ölpest bedroht?</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2010 19:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Wurche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meeresschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Ölpest Golf von Mexiko]]></category>
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		<description><![CDATA[Über Monate hinweg kamen täglich Meldungen, wie BP die Ölpest im Golf von Mexiko bekämpft, welche Fortschritte und Rückschläge es gab, was die US-Regierung und die Fischer dazu sagen hatten,… Welche Auswirkungen die Ölkatastrophe auf die Tiere und Pflanzen dieses Seegebiets hat, wird in den deutschen Medien bestenfalls marginal thematisiert. In den USA laufen seit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p>Über Monate hinweg kamen täglich Meldungen, wie BP die Ölpest im Golf von Mexiko bekämpft, welche Fortschritte und Rückschläge es gab, was die US-Regierung und die Fischer dazu sagen hatten,…<br />
Welche <strong>Auswirkungen die Ölkatastrophe auf die Tiere und Pflanzen</strong> dieses Seegebiets hat, wird in den deutschen Medien bestenfalls marginal thematisiert. In den USA laufen seit Beginn der Ölkatastrophe <strong>Zählungen der tot oder lebendig  gestrandeten Tiere</strong>. Zahllose ehrenamtliche Helfer kümmern sich um das Einsammeln und Versorgung der Tiere. Dadurch liegen den Naturschutzbehörden schon jetzt sehr umfangreiche Daten vor.Im Golf von Mexiko sind nach Angaben des <a href="http://www.wlf.louisiana.gov/" target="_blank">Louisiana’s Department of Wildlife and Fisheries</a> über 600 Wirbeltierarten von der Ölkatastrophe unmittelbar bedroht: 445 Fische, 134 Vögel, 45 Säugetiere, 32 Reptilien- und Amphibien.<span id="more-82"></span></p>
<p>Davon stehen nach Angaben der <a title="NOAA Protected Species" href="http://www.offshoreoperators.com/marinedebris/Protected-Species-In-GOM-NOAA.pdf" target="_blank">NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) mehrere Arten auf der </a><strong><a title="NOAA Protected Species" href="http://www.offshoreoperators.com/marinedebris/Protected-Species-In-GOM-NOAA.pdf" target="_blank">Roten Liste</a>, </strong>sind also in ihrem Bestand gefährdet:</p>
<p><strong>Korallen </strong></p>
<p>Elchgeweihkoralle (<em>Acropora palmata</em>)<br />
Hirschgeweihkoralle (<em>Acropora cervicornis</em>)</p>
<p>Diese Steinkorallen gehören zu den wichtigsten Riff bildenden Korallen der gesamten Karibik.</p>
<p><strong>Fische</strong></p>
<p>Golf-Stör (<em>Acipenser oxyrinchus desotoi)</em><br />
Golf-Sägefisch (<em>Pristis pectinata</em>)</p>
<p>Beide Fische leben in küstennahen Gewässern wie Ästuaren und Mangroven und kommen ausschließlich im Golf von Mexiko vor.</p>
<p><strong>Meeresschildköten:</strong></p>
<p>Lederschildkröte (<em>Dermochelys coriacea</em>) <a title="Unechte Karettschildkröte" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unechte_Karettschildkr%C3%B6te"><br />
Unechte Karettschildkröte</a> (<em>Caretta caretta</em>)<br />
Atlantische Suppenschildkröte (<em>Chelonia mydas) </em><a title="Echte Karettschildkröte" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Karettschildkr%C3%B6te"><br />
Echte Karettschildkröte</a> (<em>Eretmochelys imbricata</em>) <a title="Atlantik-Bastardschildkröte" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Bastardschildkr%C3%B6te"><br />
Atlantik-Bastardschildkröte</a> (<em>Lepidochelys kempii</em>)<br />
Die Schildkröten kommen zur Fortpflanzung an die Küste.</p>
<p><strong>Wale und Delphine</strong></p>
<p>Insgesamt leben im Golf von Mexiko 28 Spezies mariner Säugetiere.<br />
Nicht alle dieser Tiere sind bisher von der Ölpest betroffen: Die Ölpest ist bisher auf ein Areal vor der Küste von Louisiana und Alabama beschränkt.<br />
Daher sind vor allem die 3 küstennah lebenden Arten gefährdet: Großer Tümmler (<em><a href="http://www.sci.tamucc.edu/tmmsn/29Species/bottlenosedolphin.html">Tursiops truncatus</a></em>), Rundkopf-Delphin (<em><a href="http://www.sci.tamucc.edu/tmmsn/29Species/rissosdolphin.html">Grampus griseus</a></em>) und Zügel-Delphin (<em><a href="http://www.sci.tamucc.edu/tmmsn/29Species/atlanticspotteddolphin.html">Stenella frontalis</a></em>).</p>
<p><strong>Seekühe</strong></p>
<p>West-Indische Seekuh (Manati) (<em>Trichechus manatus</em>).<br />
Seekühe leben in Flüssen und küstennahen Gewässern. Bisher sind keine Manatis unter den Öl-Opfern.</p>
<p>Neben den bedrohten Arten leben im Golf von Mexiko unzählige weitere Wirbeltiere und Wirbellose.<br />
Dabei sind Vögel in besonders großem Ausmaß von der Ölpest betroffen.<br />
Der prominenteste Seevogel ist der Braune Pelikan (<em>Pelecanus occidentalis</em>), das Wappentier des Staates Louisiana.</p>
<p>Bettina Wurche (August 2010)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
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